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| 19:53 Uhr

Hoyerswerda
Hoyerswerda begrüßt mehr Gäste

Idyllischer Blick auf den Leuchtturm am Geierswalder See. Das Haus ist gut besucht. Insgesamt haben die Herbergen in der Elsterheide im vergangenen Jahr aber Feriengäste verloren.
Idyllischer Blick auf den Leuchtturm am Geierswalder See. Das Haus ist gut besucht. Insgesamt haben die Herbergen in der Elsterheide im vergangenen Jahr aber Feriengäste verloren. FOTO: Catrin Wuerz
Das Auf und Ab bei den Übernachtungen ist für die Tourismus-Experten aber noch ein Rätsel.

Die Stadt Hoyerswerda hat im vergangenen Jahr mehr Übernachtungsgäste begrüßt als zuvor. Die Zahlen des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland zeigen, dass sich die Übernachtungsanzahl mit gut 51 000 um knapp zehn Prozent gesteigert hat. „In der Stadt sind neue Feriendomizile und Übernachtungsmöglichkeiten hinzugekommen“, begründet Verbandschefin Kathrin Winkler den Anstieg. Sie räumt aber auch ein, dass die Zahlen in Hoyerswerda mit Blick auf die vergangenen fünf Jahre stetig „hoch und runter“ gehen. „Wir versuchen das Phänomen noch zu verstehen“, sagt Winkler. Während im Jahr 2013 beispielsweise 58 000 Übernachtungen registriert wurden, kamen im Jahr darauf nur noch knapp 43 000 zustande. „Sobald der Knappensee wieder an den Markt geht, werden sich die Zahlen aber wesentlich ändern“, zeigt sich Kathrin Winkler sicher.

Mit zwölf Prozent weniger Übernachtungen hingegen muss sich die Gemeinde Elsterheide zufrieden geben. Auch Boxberg am Bärwalder See hat gut vier Prozent eingebüßt. „2016 hatten wir wettertechnisch ein phänomenales Campingjahr. Im vergangenen Jahr war das ganz und gar nicht der Fall“, blickt Kathrin Winkler zurück. Da beide Kommunen im Wesentlichen durch die Campingplätze Übernachtungen erzielen, spiele das Wetter eine entsprechend wichtige Rolle.

Während die brandenburgischen Gastgeber des Seenlandes insgesamt ein Plus an Gästen einfahren konnten (479 000 Übernachtungen), wurde 2017 in Sachsen eingebüßt (165 000 Übernachtungen).  Die Chefin des Tourismusverbandes erklärt: „Je dichter die sächsischen an den brandenburgischen Ferien liegen, desto größer die Konkurrenzsituation.“ Im vergangenen Sommer gab es längere Überschneidungen. Und sobald dann das Wetter nicht mitspiele, müssten die zahlreichen sächsischen Campingareale auf Gäste verzichten. „Deshalb müssen wir unbedingt mit guten Angeboten in die Saisonverlängerung gehen“, kündigt Winkler an. Gemeinsam mit den Touristikern sollen attraktive Urlaubsangebote über das gesamte Jahr hinweg geschaffen werden. Während die Bettenauslastung in Sachsen 2017 bei gut 24 Prozent lag, erreichten die brandenburger eine 35-prozentige Nachfrage. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr im Lausitzer Seenland 205 000 Gäste registriert. Das sind nur geringfügig mehr als im starken Sommer 2016.