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| 12:31 Uhr

Nach dem Brand im Dachgeschoss
Augenklinik in Hoyerswerda organisiert sich neu

 Nach dem Brand geht der Betrieb im Augen-MVZ in Hoyerswerda mit Einschränkungen weiter. Auf dem Bild sieht man die Schäden im Dach.
Nach dem Brand geht der Betrieb im Augen-MVZ in Hoyerswerda mit Einschränkungen weiter. Auf dem Bild sieht man die Schäden im Dach. FOTO: LR / Sascha Klein
Hoyerswerda. Das Feuer in der Hoyerswerdaer Augenklinik hat noch immer weitreichende Folgen. Die betroffenen Abteilungen sind umgezogen oder an andere Standorte verlegt worden. Auch die Patienten sind betroffen. Von Sascha Klein

Noch immer sitzt der Schock tief. Am Morgen des 3. September hatte ein Feuer im Dachgeschoss des Hauses I des Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) für Augenheilkunde in Hoyerswerda gewütet und eine Arbeit in diesem Haus unmöglich gemacht.

Normales Arbeiten nach dem Brand noch immer nicht möglich

Auch zehn Tage später ist ein Arbeiten dort noch nicht möglich. „Das betroffene Gebäude, Haus I des Augen-MVZ in Hoyerswerda, ist weiterhin außer Betrieb“, sagt Isabelle Wiedemann, Sprecherin des Augen-MVZ. Allerdings seien inzwischen alle darin befindlichen Abteilungen in das Haus II, direkt neben dem Gebäude, oder an andere Standorte verlegt worden, so Isabelle Wiedemann weiter. Die Operationen habe das Augen-Zentrum in der Vetschauer Straße in Cottbus übernommen, für die Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten sei im Haus II in Hoyerswerda Platz geschaffen worden.

Augen-Operationen werden in Cottbus durchgeführt

Augen-Operationen werden bis auf weiteres in Cottbus stattfinden, so die Augen-MVZ-Sprecherin. Dabei gelte weiterhin, dass es für Betroffene ein Fahrservice von Hoyerswerda nach Cottbus und wieder zurück gibt. Bei den Fahrten unterstützt die Hoyerswerdaer Feuerwehr weiterhin. Mitarbeiter und Ärzte arbeiten dementsprechend an den jeweiligen Ausweichstandorten. Das bedeutet: Der Betrieb geht weiter.

Patienten werden über notwendige Terminverschiebungen informiert

Patienten, die von Umplanungen betroffen sind, werden laut Isabelle Wiedemann jetzt nach und nach informiert. „In der aktuellen Situation kann es jedoch Verzögerungen geben“, betont sie. Die Mitarbeiter gäben ihr Bestes, um alle betroffenen Patienten zeitnah und rechtzeitig zu informieren. Die Praxen im Haus II in Hoyerswerda sowie an allen anderen Standorten des Augen-MVZ arbeiten im Normalbetrieb, so Isabelle Wiedemann.

Schadenshöhe und Ursache des Brandes stehen noch nicht fest

Zur Schadenshöhe kann das Augen-MVZ noch keine Angaben machen. Laut Isabelle Wiedemann seien die Sachverständigen noch dabei, ihre Berichte zu vervollständigen. Deshalb sei auch noch keine Aussage zu treffen, wie hoch der Sanierungsbedarf für das betroffene Haus I sein wird. Die Polizei schätzt den Schaden weiterhin auf mehrere hunderttausend Euro.

Zur Brandursache kann die Polizeidirektion Görlitz noch keine abschließenden Aussagen machen. „Nach ersten Ermittlungen und nach vorläufiger Einschätzung der Brandursachenermittler spricht viel für einen technischen Defekt als mögliche Brandursache“, betont Polizeipressesprecher Torsten Jahn auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Nähere Angaben, worauf die Brandermittler genau achten, möchte die Polizei nicht machen und verweist darauf, dass sie zu taktischem Vorgehen während der Ermittlung grundsätzlich keine Aussagen trifft. Von polizeilicher Seite sei das Brand-Haus inzwischen wieder freigegeben. Weitere Ermittlungen führe die Kriminalpolizei in Hoyerswerda.

Die meisten technischen Geräte blieben vom Brand verschont

Positiv für das Augen-MVZ: Ein Großteil der technischen Geräte seien gesichert worden, so Sprecherin Isabelle Wiedemann. Sie würden nun gesäubert und auf korrekte Funktion überprüft. Anschließend sollen sie im Haus II in Hoyerswerda und in Cottbus wieder zum Einsatz kommen. Wann das Haus I saniert werden soll, steht indes noch nicht fest.

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