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| 15:05 Uhr

Hoyerswerda
Arbeiterwohlfahrt unterstützt Jugendarbeit

 Lisa, Lorenz und Jakob waren mit Bewohnern des AWO-Kinder- und Jugendzentrums zum Thema gesunde Ernährung tätig.
Lisa, Lorenz und Jakob waren mit Bewohnern des AWO-Kinder- und Jugendzentrums zum Thema gesunde Ernährung tätig. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Mehrere Hoyerswerdaer Jugendliche zeichnen sich durch gute Taten in verschiedenen Einrichtungen aus. Von Katrin Demczenko

Die Teilnehmer des Jugendprojektes „7 unter 25“ der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Lausitz haben die Ergebnisse ihrer jüngsten Tätigkeiten vorgestellt. Die „7-unter-25“-Gruppe arbeitete mit ausländischen Kindern und ihren Eltern, die im AWO-Flüchtlingsheim Hoyerswerda wohnen. „Zuerst haben wir das Heim besichtigt“, erzählt Protagonistin Viktoria. Dann beschlossen die Schüler, für die Familien ein interkulturelles Dinner zu veranstalten und mit den Kindern in den Zoo zu gehen. Die Gymnasiasten kochten also für das gemeinsame Essen Hochzeitssuppe und bereiteten für die Kinder ein Bastelangebot sowie Dosenwerfen vor. Im Zoo veranstalteten sie mit den jungen Teilnehmern ein selbst kreiertes Tierquiz und versteckten Ostereier. Sie finanzierten ihre Aktivitäten durch einen Kuchenbasar.

Die Gruppe „Gesunde Ernährung“ erlebte zuerst den Alltag im AWO-Kinder- und Jugendzentrum Hoyerswerda mit, wo Kinder und Jugendliche mit Erziehern leben, wenn das für sie zu Hause nicht möglich ist. Die Gymnasiastin Laura berichtete, dass für die fünf- bis 15jährigen Bewohner ein Stationslauf veranstaltet wurde, bei dem selbst Kuchen und Brot gebacken, Kräuterbutter und Tomatencreme hergestellt und Säfte gepresst wurden. Die Verkostung erfolgte zur Schulung der Geschmacksnerven auch blind.

Ein von den Elftklässlern organisierter Ausflug zur Milchwelt Kotten zeigte den Kindern, woher Milch kommt und wie daraus Käse und Joghurt entstehen. „Es ist ganz simpel, sich gesund zu ernähren“, resümierte Lisa.

Die Gruppe „Act und Art“ bearbeitete zwei Projekte im AWO-Altenzentrum. Lilly und andere Schüler malten ein Landschaftsbild. Pinsel und Farben finanzierten die Gymnasiasten durch einen Kuchenbasar, erzählte Justine. Johanna berichtete vom Bau eines Hochbeetes aus Steinen, das mit Erde befüllt und mit Erdbeeren sowie Blumen bepflanzt wurde. Einige Jungen drehten einen Film über die Aktivitäten aller Gruppen. Andere entdeckten mit der Kamera Hoyerswerda. Diese Bilder werden im AWO-Altenzentrum gezeigt.

Alle Teilnehmer erhielten ein Zertifikat der AWO, das einer Facharbeit gleichwertig ist, die andere Elftklässler anfertigt haben, erklärte der Schulleiter des Foucault-Gymnasiums, Uwe Blazejczyk.

Diese Art der Jugendarbeit ermöglicht der AWO-Kreisverband Lausitz interessierten Schülern schon seit dem Jahr 2014. Angeleitet von Mitarbeiterin Stefanie Jurisch engagierten sich anfangs vier Mädchen im Jugendprojekt „7 unter 25“, sagte der Geschäftsführer der AWO Lausitz, Torsten Ruban-Zeh. Er und die Vorsitzende des AWO-Landesverbandes Sachsen, Margit Weinert, erlebten die Präsentation der Arbeitsergebnisse von 54 Elftklässlern des Foucault-Gymnasiums Hoyerswerda, die im Schuljahr 2018/2019 selbst gewählte Aufgaben umgesetzt haben.