Von Sascha Klein

Es ist wahrscheinlich der schönste Grund, ins Krankenhaus zu müssen – wenn die Geburt eines Kindes ansteht. Im vergangenen Jahr haben diese Erfahrung fast 600 Eltern im Hoyerswerdaer Seenland Klinikum gemacht. Dabei sind die Aufgaben natürlich ein wenig ungleich verteilt. Während auf der werdenden Mutter alle Arbeit lastet, muss der werdende Vater versuchen, sich während der Geburt irgendwie nützlich zu machen. Aber: Im Rahmen der RUNDSCHAU-Serie „Baby der Woche“ berichten frischgebackene Mütter immer wieder, dass der Vater ihr eine Hilfe gewesen ist – wenn auch meist moralisch.

Zu den Fakten: Im Jahr 2018 sind laut der Statistik 589 Babys im Klinikum zur Welt gekommen. Dabei hat es einen leichten Jungen-Überschuss gegeben: 305 Jungen und 284 Mädchen hat die Statistik gezählt. Insgesamt hat es acht Zwillingsgeburten gegeben.

589 Neu-Lausitzer – im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang. Im Jahr 2017 hatten 641 Babys ihren ersten Schrei im Seenland Klinikum getan. In den Jahren davor waren es 676 (2016) und 617 (2015). Damit sind erstmals seit drei Jahren wieder weniger als 600 Kinder im Klinikum zur Welt gekommen. Im Rückblick auf die vergangenen 15 Jahre zeigt sich: Mit 589 Babys liegt das Jahr 2018 im Mittelfeld. Die meisten Kinder sind im Jahr 2016 (676 Babys) zur Welt gekommen, die wenigsten im Jahr 2005 (485). Statistisch nicht erfasst worden sind die Runden, die werdende Eltern vor der Geburt durch den Klinikum-Park gelaufen sind.

Auf einen Wert sind die Hoyerswerdschen Hebammen und Ärzte besonders stolz: die geringe Anzahl von Kaiserschnitten. Nur 19 Prozent der Kinder sind auf diesem Weg auf die Welt geholt worden. Zum Vergleich: Deutschlandweit liegt die Zahl der Kaiserschnitte bei rund 30,5 Prozent (Wert von 2017), in Sachsen bei 24 Prozent.

Von den 589 Babys sind 86 mit mehr als 4000 Gramm geboren worden, zehn kamen mit weniger als 2000 Gramm auf die Welt. Die häufigste Entbindungsart ist laut Klinikum-Statistik das Bett.