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Hoher Gesprächbedarf zum Stadtumbau

Hoyerswerda. Die Fortschreibung des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (Seko) war am Dienstag Gegenstand einer Bürgerversammlung im Forumsaal der Lausitzhalle. Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) und Margitta Faßl, Geschäftsführerin der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda (WH) stellten sich dabei der Diskussion mit mehr als 250 Bürgern. ssr

Jene waren so zahlreich erschienen, dass die Sitzplätze nicht ausreichten und selbst der Vorraum gefüllt war.

Eingangs stellten Dietmar Wolf, Leiter des Fachbereichs Bau der Stadt, der Oberbürgermeister und Margitta Faßl den Ist-Stand der Stadtentwicklung und des Seko aus ihrer Sicht vor. Dabei gingen sie vor allem auf den Bevölkerungsrückgang, die Entscheidungskriterien für den Rückbau als auch die bereits erreichten Aufwertungen durch Baumaßnahmen, wie den Lausitz-Tower und das Zuse-Hochhaus, ein. Die anschließende Diskussion wurde sehr emotional geführt und zeigte große Unzufriedenheit mit der Stadtentwicklung seitens der Bürger.

Mehrere Teilnehmer richteten Fragen und Vorwürfe an Stefan Skora und Margitta Faßl. Die vorgebrachten Argumente und Bedenken waren vor allem von Unverständnis und Zweifel an den Kriterien für den Abriss einzelner Häuser geprägt. Auch die geplanten Abrisse im WK III waren für viele absolut unverständlich. Ebenso häufig wurde mangelnde Transparenz bei der Anpassung des Seko an die aktuellen Verhältnisse bemängelt. Genauso störten sich viele an einem zu geringem Einbezug der Bürger in die Fortschreibung Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes. Hier räumte Oberbürgermeister Skora Defizite in den letzten Jahren ein, die mit Bürgerversammlungen wie der am Dienstag verbessert werden sollten.

Viele, die sich zu Wort meldeten, forderten außerdem Konzepte für eine wirtschaftlich attraktivere Stadt, um junge Menschen zu halten, anstatt weiterhin nur Konzepte für den Rückbau zu entwickeln.

Mehr zur Bürgerversammlung lesen Sie in der morgigen Ausgabe Ihrer RUNDSCHAU.