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Hoyerswerda
Hoffnung auf neue BSZ-Parkplätze

Am BSZ Konrad Zuse sollen neue Parkplätze entstehen. Diese rot gekennzeichnete Fläche wird derzeit unter die Lupe genommen. Der Landkreis prüft, wie hoch die Kosten wären, um auf dem Areal Parkplätze zu bauen.
Am BSZ Konrad Zuse sollen neue Parkplätze entstehen. Diese rot gekennzeichnete Fläche wird derzeit unter die Lupe genommen. Der Landkreis prüft, wie hoch die Kosten wären, um auf dem Areal Parkplätze zu bauen. FOTO: LR
Hoyerswerda. In der Diskussion um neue Parkflächen am Hoyerswerdaer BSZ Konrad Zuse scheint eine Lösung in greifbarer Nähe zu sein. Nun wird erst einmal gerechnet. Von Sascha Klein

Können die Schüler des Hoyerswerdaer Berufsschulzentrums in naher Zukunft direkt vor der Tür der Einrichtung parken? Diese Frage soll der Landkreis Bautzen in den kommenden Wochen beantworten. Denn inzwischen ist Bewegung in die zwischenzeitlich verfahrene Parkplatz-Frage gekommen. Der Landkreis als Träger der Schule, Vertreter des BSZ und die Stadtverwaltung Hoyerswerda haben womöglich einen Kompromiss gefunden.

Direkt am BSZ befindet sich ein Grundstück, dass das Landratsamt nach Aussagen der Hoyerswerdaer Stadtverwaltung bereits vorgeschlagen hatte. Dieses Grundstück liegt an der Käthe-Kollwitz-Straße, direkt neben dem Hauptzugang zur Berufsschule. Derzeit steht dort die alte Turnhalle der einstigen 9. Hoy­erswerdaer Grundschule. Sie ist das einzige Überbleibsel der früheren Erich-Kästner-Grundschule im WK X. Dahinter ist das Grundstück bis auf eine Baumreihe frei und grenzt direkt an das gepflasterte Areal des Berufsschulzentrums. Das Landratsamt werde nun die Kosten für die Herrichtung des Grundstückes ermitteln, betont Stadtsprecher Bernd Wiemer. Was mit der Turnhalle passiert – falls die Wahl auf dieses Grundstück fällt – ist noch offen.

Weitere Parkmöglichkeiten rund um das Berufsschulzentrum werden dringend benötigt. An Schultagen sind sowohl die vorhandenen Parkflächen auf dem Schulgelände als auch die parallel zur Käthe-Kollwitz-Straße belegt. Bei der Planung des Berufsschulzentrums Anfang der 1990er-Jahre war davon ausgegangen worden, dass die Schüler vorrangig aus dem näheren Umfeld kommen und meist mit dem ÖPNV zur Schule kommen. Inzwischen gibt es jedoch viele Schüler, die täglich bis zu einer Stunde aus der gesamten Oberlausitz zur Schule pendeln und auf das Auto angewiesen sind. Dazu kommt, dass seit einigen Jahren auch die frühere Otto-Dix-Straße nicht mehr zum Parken zur Verfügung steht. Die Straße ist mit dem großflächigen Abriss des Wohnkomplexes X ebenfalls zurückgebaut worden.

Als Kompromiss hatte die Stadtverwaltung vor rund einem halben Jahr bereits Parkplätze im WK IX, direkt an der Thomas-Münt­zer-Straße, für die Schüler freigegeben. Die Parkflächen, die parallel zu den Geschäften an der Kreuzung Müntzer-Straße / Spremberger Chaussee liegen, hatten zu inzwischen abgerissenen Wohnblöcken gehört. Diese Stellflächen waren jedoch von den Schülern nicht angenommen worden, weil sie dann zwischen fünf und zehn Minuten aus dem WK IX zur Schule im WK X hätten laufen müssen. So prüft das Landratsamt nun, eine dauerhafte Lösung für die Parksorgen am Beruflichen Schulzentrum zu schaffen.