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HKC serviert Nacht des Schreckens

Komissar Jens Dreißig ermittelt. Auch die Besucher sind gefragt: Frank Dieter Noack (r.) liest seinen Text. Tischnachbar Siegfried Kusche (l.) hört gespannt zu.
Komissar Jens Dreißig ermittelt. Auch die Besucher sind gefragt: Frank Dieter Noack (r.) liest seinen Text. Tischnachbar Siegfried Kusche (l.) hört gespannt zu. FOTO: Katrin Demczenko/dcz1
Hoyerswerda. Fast einhundert Gäste waren ins Klubhaus des Hoyerswerdaer Karneval Clubs Gelb-Blau 1997 im Wohnkomplex III gekommen, um das erste Krimidinner des Vereins zu erleben. Weiß-rot eingedeckte Tische mit für den Abend gestalteten Speisekarten luden zum Verweilen ein. dcz1

Spielzeugpistolen hingen als Dekoration von der Decke herab. James-Bond-Filmmusiken, Falcos "Kommissar" und ein auf dem Boden gekennzeichneter Tatort stimmten die Besucher auf das Verbrechen ein, das sie mit aufklären sollten.

Doch vor dem Spiel bekam der HKC von der Lausitzer Seenland Stiftung der Sana-Kliniken eine Spende in Höhe von 2000 Euro überreicht. HKC-Präsident Andreas Kubale verkündete, dass nun die Kindershowtanzgruppe neue Kostüme erhalten wird.

Mit Kubales Bemerkung "Der Finanzer fehlt" und einem entsetzten Schrei begann dann das Krimispektakel. Da der Schatzmeister des Faschingsvereins tot in seinem verschlossenen Büro lag, sollte der Kommissar (HKC-Vorstandsmitglied Jens Dreißig) das Verbrechen aufklären. Er befragte alle Anwesenden, sechs zufällig ausgewählte Besucher waren in das vom HKC verfasste Stück eingebunden. Sie verlasen Texte, die mögliche Gründe für das Verbrechen offenbarten. So gab Felix Berndt den Bestatter, der Hauptsponsor des Vereins und beruflicherseits an Toten interessiert war. Für ihn habe sich sein Wunsch nach spannender Unterhaltung und gutem Essen erfüllt, sagte Berndt nach dem Lesen seines Parts.

Die Kindershowtanzgruppe entführte mit sieben Tänzen in ein Taverne. Die Hobbyköchin Sabrina Najm-MouSali kreierte mit ihren Helfern vom HKC erstmals ein dreigängiges Menü. "Erdrosseltes Schwein" wurde als Hauptgang serviert.

Der Duft nach Mandellikör im Büro des Finanzers, die dort noch stehenden Schnapsgläser und der Hinweis in einem gelesenen Text, der Tote sei mit Blausäure vergiftet worden, lösten schließlich den Kriminalfall auf. Felix Berndt und andere Gäste hatten auf dieses Ende der Geschichte getippt und bekamen vom HKC Preise.

Der erdachte Schluss des Krimis war die Verwechselung zweier in Papier eingeschlagener Flaschen mit Amaretto und Blausäure, so Andreas Kubale. Der Präsident des Faschingsvereins und sein Finanzer hatten sich irrtümlich aus der Blausäureflasche eingeschenkt. Der Schatzmeister kostete davon und starb.

Ob es auch 2018 ein Krimidinner geben wird, ließ der HKC offen. Am 11. Februar findet jedenfalls die Faschingshauptveranstaltung im Lausitzer Seenland Bowling & Eventhaus im WK 10 statt.