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| 12:08 Uhr

Laubusch
Hitzige Debatte um Sporthalle in Laubusch

Die 40 Jahre alte Sporthalle in Laubusch wird derzeit von der benachbarten Grundschule für den Schulsport und von Vereinen genutzt.
Die 40 Jahre alte Sporthalle in Laubusch wird derzeit von der benachbarten Grundschule für den Schulsport und von Vereinen genutzt. FOTO: Anja Guhlan
Laubusch. Der Boden im Inneren verschlechtert sich immer mehr. Die Verwaltung scheut aber eine Instandsetzung. Von Anja Guhlan

Die Sporthalle am geschlossenen Laubuscher Freibad hat in der jüngsten Stadtratssitzung eine hitzige Debatte entfacht. Noch während der Diskussion um das Gebäude- und Sportstättenkonzept hatte sich die Stadt Lauta mit den Stadträten dazu geeinigt die Halle noch mindestens so lange in Betrieb zu halten, bis es eine Alternative gibt. Um das zu ermöglichen, sind also Instandhaltungen notwendig.

Nun erkundigte sich in der Einwohnerfragestunde Thomas Grun, Vorstandsmitglied beim Sportverein Laubusch als Hauptnutzer der Halle, nach dem Stand der Dinge. Antworten auf Fragen wie „Was genau soll nun geschehen? Und wie ist die Zeitschiene?“ interessieren ihn. Er erinnerte daran, dass es schon mehrere Treffen gegeben habe, wo über nötige Instandhaltungen gesprochen worden sei. Wie Grun sagt, habe man sich schon auf ein von 350 000 Euro  auf rund 100 000 Euro geschrumpftes Investitionsvolumen verständigt. Der größte Teil der Summe müsste für die Erneuerung des Parketts, dessen Zustand sich immer weiter verschlechtert, bereit gehalten werden. Doch nun passiert seit Monaten nichts mehr, so die Kritik.

Bürgermeister Frank Lehmann (parteilos) sagt, dass sich die Stadträte mit dem Thema im Februar in der nicht öffentlichen Sitzung befasst haben. Bei einer  Instandhaltung seien immer die Risiken abzuwägen. Das Dach sei ein solches Risiko. Noch ist es zwar dicht, aber der Bürgermeister erinnert an das Dilemma mit der Sporthalle der Hans-Coppi-Grundschule in Lauta-Süd: Da war gerade das Dach erneuert worden, als ein Dachschaden für einen  Wassereinbruch sorgte. Dieses Risiko war Anlass, nochmal über die Instandsetzung des Bodens nachzudenken. „Wir waren im Stadtrat  im Februar der Meinung, dass wir die Risiken für eine kurzfristige Maßnahme als zu groß ansehen“, erläutert Lehmann. Anstatt einen Schnellschuss zu wagen, fokussiert sich die Stadtverwaltung auf eine neue Mehrzweckhalle. Mit solch einem Bau ist aber nicht mal mittelfristig zu rechnen, da bereits mit der Grundschul-Sanierung am Markt  eine Millioneninvestition getätigt wird.

Thomas Grun möchte diesen Meinungswandel nicht hinnehmen. Zumal sogar eine 85-prozentige Förderung drin wäre und der Eigenanteil gerade mal 15 000 Euro  beträgt. Er wirft dem Bürgermeister Panikmache vor. „Das Dach der Halle war noch nie ein Thema. Das ist weit hergeholt. Da könnten Sie können auch sagen, ein Erdbeben wird kommen“, so Grun, der dem Bürgermeister weiter vorwarf unnötige Ängste zu schüren. Frank Lehmann bleibt dabei: „Die Halle ist  40 Jahre alt. Was ist, wenn das Dach in ein, zwei Jahren beginnt zu lecken? Das müssen wir bei unserer Abwägung bedenken.“b

Doch die Mehrheit der Stadträte gibt dem Vorstandsmitglied Zustimmung: „Wir reden hier von einem Eigenanteil von nicht mal 20 000 Euro. Man kann auch alles zerreden“, sagt Stadtrat Martin Elter (CDU). Auch Torsten Braune (Bürgerbegwegung) sagt: „Die Instandhaltung sollte mit erster Priorität behandelt werden.“ Laubuschs Ortsvorsteher Günter Schmidt (Bürgerbewegung) erinnert: „Wir haben uns im Stadtrat dazu bekannt, die Halle funktionsfähig zu erhalten.“ Dies bestätigen Andreas Weber (CDU) und Rainer Tomczyk  (Die Linke). Hubert Förster  (Freie Wähler) schlägt vor: „Wir sollten uns das alle nochmal genau ansehen, damit die Halle als Übergangslösung zur Verfügung steht, bis die Mehrzweckhalle realisiert ist.“

Frank Lehmann beendet die Debatte mit den Worten: „Wir werden zeitnah einen Grundsatzbeschluss für den Stadtrat vorbereiten und namentlich abstimmen.“