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Neue Hoyerswerdaer Oberschule
Hirche will Bau-Varianten prüfen lassen

Noch im Dornröschenschlaf: Das einstige Zuse-Gymnasium im WK I soll perspektivisch zu Hoyerswerdas einziger Oberschule werden. Dafür sollen nach dem Umbau die Oberschule „Am Stadtrand“ und die Oberschule „Am Planetarium“ schließen. Die Schule „Am Planetarium“ wird abgerissen, die Schule „Am Stadtrand“ wird zur Grundschule. Sie ersetzt die Grundschule „Am Adler“, die ebenfalls verschwinden soll.
Noch im Dornröschenschlaf: Das einstige Zuse-Gymnasium im WK I soll perspektivisch zu Hoyerswerdas einziger Oberschule werden. Dafür sollen nach dem Umbau die Oberschule „Am Stadtrand“ und die Oberschule „Am Planetarium“ schließen. Die Schule „Am Planetarium“ wird abgerissen, die Schule „Am Stadtrand“ wird zur Grundschule. Sie ersetzt die Grundschule „Am Adler“, die ebenfalls verschwinden soll. FOTO: Catrin wuerz
Hoyerswerda. Hoyerswerdas CDU-Fraktionschef Frank Hirche sucht aufgrund der Haushaltssorgen beim Oberschul-Projekt nach Sparmöglichkeiten. Doch ein CDU-Kollege kann dem Vorstoß so gar nichts abgewinnen. Von Sascha Klein

Die Sanierung des alten Zuse-Gymnasiums zur neuen Oberschule könnte bis zu 16 Millionen Euro verschlingen. Angesichts der plötzlich angespannten Hoyerswerdaer Haushaltslage aufgrund der 775 000 Euro Mehrausgaben für die Kita-Betreuung will CDU-Fraktions­chef Frank Hirche (56) sämtliche Bauvarianten noch einmal nach Sparmöglichkeiten prüfen lassen. Der Stadtrat wird am Dienstag über Hirches Vorstoß diskutieren und womöglich den Oberbürgermeister mit dieser Aufgabe betrauen.

Hirches Ziel ist dabei nicht, die Notwendigkeit des Projekts anzu­zweifeln. Er und seine CDU-Fraktion wollen jedoch sicherstellen, dass sich die Stadt den Umbau auch langfristig leisten kann. „Mit unserem Antrag möchten wir letztendlich nur sicherstellen, dass die Stadt Hoyerswerda in finanzieller Hinsicht nicht handlungsunfähig wird“, so Hirche.

Kritik an dem Vorstoß gibt es jedoch aus den eigenen Reihen. CDU-Stadtrat Martin Schmidt (80) distanziert sich von der Forderung. Ihm und anderen CDU-Stadträten sei dieser Antrag nicht bekannt und deshalb auch kein Antrag der CDU-Fraktion. Schmidt betont, der Bau sei bereits durch die Gremien geprüft worden. Eine erneute Prüfung bedeuteten Zeitverschwendung und Kostenerhöhung. Der Antrag schaffe zudem Unsicherheit und wecke Misstrauen zu den städtischen Gremien, betont Schmidt.