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| 18:05 Uhr

Vereinsleben
Hilfe für Lautaer Vereine

Lauta. Der siebente Vereinsstammtisch in Lauta thematisiert Vereinsfinanzierung. Die Stadt möchte weiterhin die ortansässigen Ehrenamtler unterstützen. Von Anja Guhlan

(ang) Die Finanzierung von Vereinsarbeit wird immer schwieriger. In der Stadt Lauta gibt es genau 57 Vereine. Grund genug für Lautas Bürgermeister Frank Lehmann (parteilos) bei dem von ihm einst initiierten Vereinsstammtisch auch mal auf das Thema Vereinsfinanzierung einzugehen.

Seit dem Jahr 2014 müssen die Lautaer Vereine ihre Betriebskosten zu 100 Prozent selbst decken. An diesem Fakt hat sich und wird sich auch laut Lehmann nichts ändern. Jedoch wurde nach dem Aufbegehren über den gefassten Beschluss damals von der Stadtverwaltung ein Härtefallfonds eingerichtet. Vereine, die aufgrund der Betriebskosten die Auflösung ihres Vereins befürchten, können aus diesem Topf schöpfen. „Bis heute hat kein einziger Verein in Lauta diesen Härtefallfonds in Anspruch genommen. Scheinbar sind die Vereine nicht darauf angewiesen und können sich dankenswerter Weise allein über Wasser halten“, sagt Lehmann. Deshalb möchte der Rathauschef diesen Fonds am liebsten in einen allgemeingültigeren Etat umwandeln. „Wir sollten den Fonds ein Stück weit flexibilisieren“, fordert er.  Vereine sollten auch für strategische und investive Zwecke Gelder aus  diesem Fonds erhalten.

Auch Gelder zur besseren Eigenmittelunabhängigkeit könnten aus diesem auf Antrag ausgeschüttet werden. „Meist können Projekte oder Vorhaben mit Fördermitteln veredelt werden“, rät der Bürgermeister den Vertretern von 13 Vertretern am Lautaer Vereinsstammtisch.  Dazu werden aber immer Eigenmittel abverlangt, die nicht jeder Verein aufweisen kann.

Insgesamt fließen bisher in der Stadtverwaltung jährlich 2000 Euro in den Heimatpflege-Fonds und 3000 Euro in den Vereins- und Sportpflegefonds.  Lehmann könnte sich vorstellen auch diese Zahlen der Zeit anzupassen. „Das ist mein persönlicher Vorschlag und muss natürlich erst vom Stadtrat genehmigt und beschlossen werden“, weiß er. Auch die Zuschüsse für große Feste, die bisher bei 2000 Euro liegen, sollen möglichst auf 3000 Euro angehoben werden. Des Weiteren gibt Lehmann Tipps, sich mit geeigneten Projekten oder Vorhaben auch an die Ortschaftsräte zu wenden. Fördermittel können auch bei den unterschiedlichsten Programmen, Stiftungen, Verbänden oder auch bei regionalen Unternehmen beantragt werden. Nähere Auskünfte erteilt die Stadtverwaltung dazu gerne, sagt Lehmann.

So stellte auch Simone Erb, Kommunalbetreuerin der EnviaM während des Vereinsstammtisches die Sponsoring-Fibel des Energieversorgers vor.  Grundsätzlich kann eine Stadt wie Lauta mit einer Einwohnerzahl von über 7000 im Jahr eine maximale Fördersumme von 6000 Euro erhalten. Gefördert werden ausschließlich Projekte und keine Investitionen oder Baumaßnahmen.