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Heute gilt: Raus aus der Sonne

ARCHIV - Im Gegenlicht der Nachmittagssonne zeigt am 04.07.2015 ein Thermometer 37 Grad Celsius in einem Garten in Sieversdorf (Brandenburg) an.
ARCHIV - Im Gegenlicht der Nachmittagssonne zeigt am 04.07.2015 ein Thermometer 37 Grad Celsius in einem Garten in Sieversdorf (Brandenburg) an. FOTO: dpa
Hoyerswerda. Heute gilt für alle, die nicht wüstenklimaerprobt oder ein Kamel sind: ab in den Schatten. Die Region Hoyerswerda erwartet bis zu 34 Grad Celsius – und ächzt unter der Hitze. Sascha Klein

Selbst für diejenigen, die körperlich recht fit sind, kann das gefährlich werden. Deshalb gilt es, sich mehr denn je vor der Sonne zu schützen. Die RUNDSCHAU hat Dr. Olaf Altmann, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Seenland Klinikum gefragt, was heute zu tun und zu lassen ist:

Sonne vermeiden. Wer nicht zwingend lange im Freien sein muss, sollte sich relativ fix in den Schatten verkrümeln oder direkt in geschlossene Räume gehen. Dr. Olaf Altmann: "Besonders aufpassen sollten Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wenn sie regelmäßig Medikamente nehmen, kann der Körper Hitze schlechter abgeben als normal."

Nicht kalt duschen. Die Verlockung ist groß - eine schöne kalte Dusche macht bei großer Hitze besonders Spaß. Aber: Sinnvoll ist das nicht. Olaf Altmann: "Man sollte nicht kalt duschen. Denn dann zieht sich der Körper zusammen und kann anschließend noch weniger Wärme abgeben als sowieso."

Schwere Arbeit meiden. Tolles Wetter, Urlaub, Gartenarbeit. Was generell keine schlechte Idee ist, kann bei dieser Hitze schnell zum Bumerang werden. Olaf Altmann erklärt: "In der Zeit zwischen 12 und 17 Uhr sollte man möglichst keine Gartenarbeit machen. Das ist die heißeste Phase des Tages." Selbst fitte Menschen können bei extremen Temperaturen um 35 Grad Celsius Kreislaufprobleme bekommen.

Ausreichend trinken. Viele sind es gewohnt, ein bis eineinhalb Liter pro Tag zu trinken. Durch die Hitze schwitzt der Körper jedoch mehr und braucht mehr Flüssigkeit als sonst. Zwei bis drei Liter sind günstig. Olaf Altmann: "Aufpassen müssen aber Menschen, die schwere Herz- oder Nierenerkrankungen haben." Sie dürften oftmals nicht so viel trinken, müssten jedoch trotzdem aufpassen, dass sie nicht dehydrieren.

Früh lüften. Wer lüftet, wenn es draußen noch recht kühl ist, hat gute Chancen, dass sich seine Räume tagsüber nicht so sehr aufheizen. Also gilt: Früh durchlüften, dann: Fenster zu, Rollos runter und erst abends wieder Fenster auf.

Sport in Maßen. Joggen und Rad fahren ist in Ordnung. Doch auch dabei gilt: Anstrengung in Maßen. Olaf Altmann: "Selbst Menschen, die fit sind, können einen Hitzschlag bekommen, wenn sie sich zu lange der Sonne aussetzen."