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| 01:00 Uhr

Herzwoche zieht viele Gäste an

Hoyerswerda.. Die Herzwoche ist gestern in den Räumen der Freizeitsportgemeinschaft Medizin Hoyerswerda (FSG) eröffnet worden. Mehr als 50 Besucher ließen am Vormittag unter anderem Blutdruck, Blutzucker und Körperfett überprüfen. Lars Hartfelder


Gisela Tschammer ist eine der ältesten Teilnehmerinnen. Die 76-Jährige lässt gleich ihren Blutdruck messen, der zwar etwas zu hoch ist, „aber das ist normal“ , schmunzelt sie. „Ich gehe zweimal pro Woche zum Schwimmen“ , verrät die rüstige Dame ihr Geheimnis, weshalb sie so fit sei. Auch Horst Martin achtet auf seine Gesundheit und geht zweimal in der Woche zum Schwimmen. Demnächst wolle er auch wieder mit Nordic Walking anfangen, was nach einer Operation erst einmal nicht möglich war. Mit seinen 71 Jahren zwicke es zwar hier und da mal, „aber wer früh aufwacht und keine Schmerzen hat, ist tot“ , lacht er. Marianne Feigl lässt ebenfalls den Blutdruck messen. Anschließend wolle die 65-Jährige noch an der Bewegungsgymnastik teilnehmen. Die Angebote von Gesundheitsamt und FSG Hoyerswerda wurden gut angenommen, auch heute gibt es noch ein interessantes Programm. „Es gab keine extrem hohen Werte, alle Ergebnisse lagen im akzeptablen Bereich“ , fasst Heike Jakobuschk vom Sanitätshaus Dietrich, dass die Messungen übernahm, zusammen.
„Herzerkrankungen sind in Deutschland eine der häufigsten Todesursachen“ , sagt Dr. Fritz Taube, Vorsitzender bei der FSG Hoyerswerda. Deshalb sei die Herzwoche besonders wichtig, um aufzuzeigen, wie man Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems vorbeugen könne. „Die Zahl chronisch Kranker nimmt immer weiter zu. Ein Problem ist dabei vor allem die Motivation der älteren Bürger“ , schätzt Taube ein. Wichtig sei nicht irgendein Idealgewicht, sondern regelmäßige sportliche Aktivitäten. Mindestens zwei, besser drei Trainingseinheiten pro Woche sollten besonders ältere Menschen absolvieren.
Der Gesundheitssportverein Medizin Hoyerswerda biete zahlreiche Kurse an, die zum Teil auch von den Krankenkassen gefördert werden. Vor allem diejenigen, die eine Reha besucht haben, sollten den ambulanten Rehabilitationssport nutzen. „Doch viele Haus- und Fachärzte verschreiben ihren Patienten diese Förderung nicht“ , bemängelt Taube.

Das Programm für heute:
9 bis 12 Uhr: Bewegungsangebote, unter anderem mit Nor dic Walking (10 Uhr), Gesellschaftstanz (10.30 Uhr), Trampolinschwingen (11 Uhr), Rückengymnastik (11.30 Uhr), Wassergymnastik (11.30 Uhr). 9.45 Uhr: Vorführung Defibrillator, 10.30 Uhr: Kindersport stunde, 12 Uhr: Entspannungstechniken, autogenes Training und Massagen für den Hausgebrauch (alles in der Turnhalle).