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| 01:07 Uhr

Havarie-Rechnung zahlt der Verband

Lauta.. Der jüngste Rohrbruch, der Lauta-Dorf für einen halben Tag vom Trinkwassernetz abschnitt (die RUNDSCHAU berichtete), wird ohne direkte finanzielle Nachwirkungen für die Anwohner bleiben.

„Es muss nun niemand im Lautaer Ortsteil befürchten, dass der Havarie-Einsatz ihm in Rechnung gestellt wird“ , betont Joachim Hellmann, Trinkwasser-Bereichsleiter beim Kamenzer Geschäftsbesorger Ewag.
Bezahlt werden muss der Austausch des geplatzten Rohres allerdings doch - vom Trinkwasserzweckverband „Kamenz-Nord“ . Dort bricht ob dieser Havarie nun aber nicht das große Zittern aus. Denn im aktuellen Haushaltsplan wurde ein Posten für Havarien eingestellt. Mittel für die Ewag-Rechnung sind also da.
„Das macht jeder Verband so und wenn nun nicht ein richtig strenger Winter dafür sorgt, dass reihenweise die Rohre platzen, dann reichen die hier veranschlagten Mittel meist auch aus“ , weiß Hellmann aus jahrelanger Erfahrung zu berichten. Geld freilich, das natürlich indirekt dann doch wieder von den Wasserkunden im Verbandsgebiet kommt.
Der jüngste Fall in Lauta-Dorf kam für die Wasser-Experten dann auch nicht überraschend. „Das Rohr hat rund 50 Jahre in der Erde gelegen, dazu noch an einer ganz sensiblen Stelle direkt unter einer stark befahrenen Bundesstraße, das bleibt nicht ohne Auswirkungen“ , so Hellmann. Gerade der Schwerlastverkehr habe in den letzten Jahren rapide zugenommen. „Man braucht sich ja nur mal an die Straße zu stellen, wenn ein Brummi vorbeifährt, dann spürt man, welche Kräfte hier wirken“ , sagt der Ewag-Mitarbeiter.
Das neue Rohr, das nun unter der Straße liegt, sollte allerdings ein paar Jährchen halten. Es sei kein Provisorium sondern eine vollwertige Lösung, so der Trinkwasser-Bereichsleiter.
Dennoch werde die Ewag demnächst noch einmal mit schwerem Gerät anrücken. Dann soll der Schacht, der an der rechten Straßenseite in Richtung Senftenberg steht, weggenommen werden. „Das machen wir aber im Zusammenhang mit den Sanierungsarbeiten, die in Lauta-Dorf ja planmäßig anstehen“ , so Hellmann. (sh)