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| 15:38 Uhr

Reaktionen aus Spreetal
Hat Spreetal einen Investor vergrault?

Burgneudorf. Die Gemeinde dementiert den Vorwurf, es gebe keine Willlkommenskultur für Investoren. Jüngst wurden Pläne für eine im Rat für eine Kompostieranlage abgelehnt. Von Anja Guhlan

Der Gemeinderat hat sich in der vergangenen Woche mit acht Stimmen gegen eine Kompostieranlage in Spreewitz entscheiden. Der entsprechende Investor ist darüber so enttäuscht gewesen, dass er sich gegenüber der RUNDSCHAU dahingehend äußerte, dass es „zumindest in Spreetal keine Willkommenskultur für Investoren gebe.“

Gegen diese Aussage stellt sich nun die Gemeindeverwaltung in Spreetal vehement dagegen. „Bei uns herrscht sehr wohl eine Willkommenskultur für Investoren. Wir sind offen für jegliche Anfragen und bereit Interessensangebote zum Beispiel für brach liegende Flächen zu bearbeiten und Informationen zu zuliefern“, erklärt Swantje Schneider-Trunsch gegenüber der RUNDSCHAU.

Auch dem entsprechenden Investor, der in Spreewitz auf dem ehemaligen Lobbe-Gelände an der Südstraße eine Kompostieranlage für Klärschlamm errichten wollte, stehe man offen gegenüber. „Wir haben dem Investor die Chance gegeben, sich im Gemeindeausschuss, der das eigentliche beratende Gremium ist, zu erklären und die Pläne nochmal detaillierter vorzustellen, weil ja Skepsis im Ort herrscht. Dieses Angebot hat der Investor aber nicht wahrgenommen. Daher hat sich der Gemeinderat auf die Empfehlung des Gemeindeausschusses berufen, was absolut nachvollziehbar ist“, so Swantje Schneider-Trunsch von der Gemeindeverwaltung.

Auf Nachfrage beim Investor habe dieser wirklich nicht an der Sitzung des Ausschusses teilnehmen können. „Ein voller Terminplan ließ es einfach nicht zu. Ich habe jedoch angenommen, dass man im Gemeinderat noch offene Fragen klären könne, jedoch wurden in der entsprechenden Sitzung im Rat keinerlei Fragen an mich gestellt“, äußert sich Hannes Wilhelm-Kell von der Firma NWM.

Nun wollen sich beide Parteien noch einmal zusammensetzen, um die Angelegenheit intensiv zu besprechen. Wilhelm-Kells Intention ist es, einen erneuten Beschluss beim Gemeinderat hervorzurufen. Sollte es zu keinem Erfolg kommen, überlegt der Unternehmer, sich mit seiner Investition aus der Lausitz zurück zu ziehen. Das will die Gemeinde Spreetal natürlich verhindern und will mit dem Investor gemeinsam über alternative Standorte in Spreetal nachdenken und sich austauschen, hieß es vonseiten der Gemeinde.