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| 21:30 Uhr

Musikschule
Harmonische Töne im Funktionsgebäude

Der freiberufliche Musikschullehrer Alexander Knobloch (40) übt in der Außenstelle Lauta mit seiner zehnjährigen Schülerin Paula das Spiel auf der Gitarre.
Der freiberufliche Musikschullehrer Alexander Knobloch (40) übt in der Außenstelle Lauta mit seiner zehnjährigen Schülerin Paula das Spiel auf der Gitarre. FOTO: Anja Guhlan
Lauta. Die Musikschule Hoyerswerda zieht nach zwei Jahren Bilanz zur Außenstelle in Lauta. Anfragen von Interessierten zum Unterricht gibt es durchaus. Nur die Lehrer fehlen. Von Anja Guhlan

Gitarrenklänge dringen aus einem Raum im Funktionsgebäude an der Passauer Straße in Lauta. Die achtjährige Anna-Christin hat an diesem Tag ihre erste Unterrichtsstunde. Der freiberufliche Musikschullehrer Alexander Knobloch (40) bringt ihr zunächst den Aufbau der Gitarre näher und erklärt der Achtjährigen die unterschiedlichen Saiten mit ihren Tönen. Am Ende des halbstündigen Unterrichts ist Anna-Christin schlauer und noch mehr angetan von der Gitarre. „Bis nächste Woche“, sagt sie freudig.

Dann steht die zehnjährige Paula im Raum. Sie stimmt bereits selbstständig ihre Gitarre. Derzeit übt sie mit ihrem Lehrer das Kinderlied „Die Affen rasen durch den Wald“. „Mir macht es unheimlich viel Spaß auf der Gitarre zu spielen“, sagt Paula, die seit Februar das Instrument erlernt. Und Alexander Knobloch hat Gefallen, sein Wissen an die Schüler weiterzugeben. Er unterrichtet seit ungefähr drei Jahren an der Hoy­erswerdaer Musikschule, zwei  Jahre davon bereits in Lauta.  „Ich komme gerne nach Lauta. Die sechs Schülerinnen, die ich derzeit hier unterrichte, sind sehr wissbegierig und haben Spaß am Gitarre spielen“, sagt Knobloch.

Die Räumlichkeiten im Funktionsgebäude gleichen zwar nicht denen in einer Musikschule, aber sie sind ausreichend. „Die Gitarre ist ein flexibles Instrument. Mit ihr kann man fast überall spielen“, sagt der Lehrer. Es ist ein abgeschlossener Raum, der ausreichend Platz bietet und an dem alles Nötigste vorhanden ist, resümiert er zufrieden.

Auch Musikschulleiter David Brand zieht eine positive Bilanz zur Außenstelle der Musikschule der Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH. „Im Durchschnitt haben wir etwa 25 Musikschüler in Lauta. Das schwankt auch von Zeit zu Zeit“, berichtet er. Direkt im Funktionsgebäude an der Passauer Straße findet einmal wöchentlich der Gitarren- und Klavierunterricht statt.  Ansonsten gibt es noch in der Grundschule „Hans Coppi“ eine Blockflötengruppe mit fünf Teilnehmern und in der Kita West eine  achtköpfige Gruppe in der musikalischen Früherziehung. Bis vor Kurzem hatte auch noch eine Saxofongruppe mit acht Teilnehmern an der Oberschule in Lauta existiert. „Letztere liegt bedauerlicherweise gerade auf Eis“, erklärt Brand.

Besonders für die Lautaer Schüler  rentiert sich die Außenstelle, die derzeit die einzige der Hoyerswerdaer Musikschule ist.  Die Fahrtwege von Lauta nach Hoyerswerda sind oftmals schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu  bestreiten. Da bietet die Außenstelle einen kürzeren und leichteren Anfahrtsweg.

 Wie Brand weiter berichtet, stehen noch freie Plätze zur Verfügung. „Anfragen gibt es immer wieder mal. Eigentlich könnten wir an der Außenstelle noch deutlich mehr machen, aber zurzeit mangelt es an Lehrern. Nicht alle sind zum Beispiel bereit, bis nach Lauta zu fahren“, bedauert Brand. Momentan ist es eine kleine Außenstelle und wird wohl auch erst einmal so bleiben. Für speziellen Instrumentenunterricht wie Fagott müssen die Schüler weiterhin nach Hoyerswerda fahren.