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Seenland Klinikum Hoyerswerda
Hanna und Paul sind beim Nachwuchs der Hit

Der Geburtsort zahlreicher kleiner Neu-Lausitzer: das Seenland Klinikum Hoyerswerda – hier wurden 2017 insgesamt 650 Babys geboren. Das sind 36 weniger „Neuankömmlinge“ als im Jahr 2016. Das schwerste Baby war mit 5200 Gramm ein Junge, das leichteste Kind kam mit gerade einmal 1530 Gramm zur Welt und war ein Mädchen.
Der Geburtsort zahlreicher kleiner Neu-Lausitzer: das Seenland Klinikum Hoyerswerda – hier wurden 2017 insgesamt 650 Babys geboren. Das sind 36 weniger „Neuankömmlinge“ als im Jahr 2016. Das schwerste Baby war mit 5200 Gramm ein Junge, das leichteste Kind kam mit gerade einmal 1530 Gramm zur Welt und war ein Mädchen. FOTO: Anja Hummel / LR
Hoyerswerda. 650 Babys haben 2017 in Hoyerswerda das Licht der Welt erblickt – etwas weniger als im Vorjahr. Von Anja Hummel

Frische Blümchen, bunte Mobilés, knuffige Bildchen und bequeme Bettchen: In den Räumen der Geburtsklinik des Lausitzer Seenland Klinikums gab es im vergangenen Jahr 642 Geburten mit 650 Kindern. Das bedeutet: auch acht Zwillingspaare kamen in Hoyerswerda zur Welt. „Wir freuen uns sehr, dass die werdenden Mütter ihr Vertrauen in unsere Hände legen. Ständig sind wir bemüht, unsere Geburtsvorbereitungsangebote auszubauen. Die Zeit der Schwangerschaft soll den Müttern so intensiv und angenehm wie möglich gestaltet werden“, verspricht Anne-Helga Henning, Oberärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtsmedizin.

Größere bauliche Veränderungen sind in diesem Jahr für die Geburtsklinik nicht geplant. Als „sehr gut ausgestattet“, beschreibt Klinikumssprecherin Janet Schütze die Abteilung. „Für die werdenden Eltern ist neben dem Ambiente besonders die medizinische Anbindung zur Klinik für Kindermedizin von Bedeutung“, sagt sie. Moderne Kreißsäle, familienfreundliche Zimmer, erfahrene Ärzte, eine Rundum-Versorgung – mit diesen Worten wirbt das Klinikum um die Gunst werdender Eltern. Die Argumente scheinen auch vor Ort zu überzeugen. „Immer mehr Gebärende kommen aus dem erweiterten Einzugsbereich in das Klinikum“, sagt Janet Schütze. Somit sei das Haus gut aufgestellt und könne die regionale Versorgung trotz des Rückgangs der Geburtskliniken in Sachsen sicherstellen.

Worauf Schütze anspielt: Erst zum 21. Dezember ist die Geburtsstation in Bischofswerda, zugehörig zu den Oberlausitz-Kliniken, geschlossen worden. Künftig wird die Geburtshilfe nur noch am Krankenhaus Bautzen angeboten. Mit dieser Situation stehen die Oberlausitz-Kliniken nicht allein da. So schloss im April 2015 die Geburtenstation im benachbarten Sebnitz. Auch in Radebeul, Oschatz und Hartmannsdorf (bei Chemnitz) kam es seit 2013 zur Schließung, in Rochlitz machte gar das ganze Krankenhaus dicht. Die Begründung: Mangel an medizinischem Fachpersonal, insbesondere an Hebammen.

In Hoyerswerda muss der Storch aber auch künftig nicht um seine Einflugschneise bangen. Ein Blick auf die Hoyerswerdaer Zahlen macht deutlich: Die Geburten sind über die vergangenen drei Jahre relativ konstant geblieben (siehe Tabelle). Genauso wie die Tatsache, dass jedes Jahr mehr Jungen als Mädchen auf die Welt kommen. 2017 lauteten die Lieblingsnamen Hanna und Paul, dicht gefolgt von Mia und Clara sowie Anton, Ben, Finn und Luca.

Die „Nummer eins“ im neuen Jahr aber trägt einen anderen Namen: Tamara heißt das Neujahrsbaby des Seenland Klinikums. Die kleine Schwarzkollmerin kam am späten Nachmittag des Feiertags auf die Welt. Wie viele ihr bis zum Jahresende wohl folgen werden? Vielleicht gelingt es, die 700er Marke zu knacken. Letztmalig konnte das Hoyerswerdaer Klinikum im Jahr 2000 mehr als 700 Geburten vermelden, bevor die Babyzahlen abfielen.

Eltern, die sich ein persönliches Bild vor Ort machen möchten, haben dazu jeden zweiten Montag im Monat die Gelegenheit. Eine Anmeldung zum Eltern-Infoabend ist nicht notwendig.

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hoy_Geburtengrafik FOTO: Lausitzer Seenland Klinikum Hoyerswerda/ Elisabeth Wrobel / LR