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| 01:04 Uhr

Handball Zu viele Chancen blieben ungenutzt

Den Einstand als Trainer des LHV Hoyerswerda hatte sich Jacek Kalisz mit seiner Mannschaft anders vorgestellt. Bei der HSG Neudorf/Döbeln kassierten die Hoyerswerdaer eine weitere Auswärtsniederlage und können aus eigener Kraft wohl kaum noch Sachsenmeister werden. Zu viele individuelle Fehler in der Schlussphase der Partie waren das Zünglein an der Waage. Von Gunnar Schulze

„Ich wollte nicht mit einer Niederlage in Hoyerswerda mit meinem neuen Job starten. Überhaupt wollten wir keinen Punkt mehr abgeben. Über das Zustandekommen muss jedoch intern noch geredet werden“ , so ein enttäuschter Jacek Kalisz nach der Partie.
Dabei ging der LHV ordentlich eingestellt in die Partie und konnte die Begegnung, die nur auf mittelmäßigem Niveau stand, zunächst recht ordentlich gestalten. Hier war es besonders Conni Böhme, der das Hoyerswerdaer Spiel immer wieder vorantrieb und mit einem Zwischenspurt den LHV mit 11:10 in Führung brachte.
Doch anstatt sich an dieser Leistung zu orientieren verfiel die Mannschaft nach ausgeglichenem Spielstand nach der Pause in altbekannte Fehler. Die neu zusammengestellte Abwehr offenbarte Unsicherheiten und im Angriff brauchten die Gäste zu viele Versuche, um zum Torerfolg zu gelangen. Das nutzten die Gastgeber rigoros aus, um sich ein wenig abzusetzen.
Spielentscheidend war dann die Phase zehn Minuten vor Ende, als vier LHV-Angriffe hintereinander ohne Erfolg blieben. Zumeist versuchten sich hier die Flügelflitzer, doch die meisten Aktionen waren von vornherein zum Scheitern verurteilt.
„In diesen Phasen fehlt der Mannschaft der Regisseur und die Abgeklärtheit, die man ganz einfach braucht, um in dieser Liga als Favorit oben mitzuspielen. Doch ich denke, dass noch nichts verloren ist, da auch die vor uns stehenden Mannschaften noch Federn lassen werden“ , urteilte Trainer Jacek Kalisz.
Trotzdem saß nach Spielende der Stachel der Enttäuschung bei den Spielern tief, zumal mit dem Trainerwechsel auch der Aufwind der vergangenen Punktspielpartien verbunden wurde. „In diesem Spiel sind wir erneut über unsere eigene Unfähigkeit gestolpert. Nun müssen wir darauf hoffen, dass uns andere Mannschaften Schützenhilfe leisten, um an unser Ziel zu gelangen“ , so Conni Böhme.
Der LHV spielte mit: Fischer, Mienevski, Mogieznicki (4), Kahl, Schäfer (1), Miehle, Förster (8), Szolcz (8/2), Böhme (3), Schulz (1), Kaiser (2).

Hintergrund Der 14. Spieltag
 Zwönitz - Delitzsch II 33:32, Glauchau - Lok Pirna 29:21, Chemnitz-Rottluff - ESV Dresden 32:26, SG LVB Leipzig II - Kamenz 25:23, Aue II - Plauen 22:31, HSV Dresden - Freiberg 28:28, Neudorf/Döbeln - LHV Hoyerswerda 31:27

 1. HSV Glauchau 14 439:339 25
 2. HSG Freiberg 13 356:328 21
 3. Einheit Plauen 14 419:383 19
 4. LHV Hoyerswerda 13 390:326 18
 5. Conc. Delitzsch II 14 440:418 18
 6. Neudorf/Döbeln 14 417:402 16
 7. HVH Kamenz 14 407:396 15
 8. LVB Leipzig II 14 345:356 12
 9. Zwönitzer HSV 13 375:405 11
 10. Lok Pirna 14 377:392 11
 11. HSV Dresden 14 387:405 9
 12. EHV Aue II 14 365:407 7
 13. ESV Dresden 13 331:403 6
 14. Chemnitz-Rotluff 14 320:408 4