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| 19:14 Uhr

Halloween im Zoo
Gruselige Kürbisköpfe und lebendiger Naturschutz

Carmen Damm und ihr Sohn Eric haben Halloween kostümiert im Hoyerswerdaer Zoo gefeiert.
Carmen Damm und ihr Sohn Eric haben Halloween kostümiert im Hoyerswerdaer Zoo gefeiert. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Im Zoo Hoyerswerda haben 1800 Fans gefeiert. Von Katrin Demczenko

Etwa 1800 verkleidete Halloween-Fans haben am letzten Oktober-Tag im Zoo Hoyerswerda Halloween gefeiert. Das sagte die Eventmanagerin der Freizeiteinrichtung Stefanie Jürß. Dabei hatten die meisten Kinder ihre Eltern und Großeltern dazu animiert, nicht „in Zivil“ zu dem Fest zu gehen. Daran hielt sich auch Carmen Damm, die mit ihrem Sohn Eric oft kostümiert im Zoo Halloween feiert. Den beiden macht es einfach Spaß, jedes Jahr neue Angebote auszuprobieren. Diesmal waren sie beim Galgenkegeln und dem Kürbisbalancieren über einen Slalomparcours, das dem bekannten Eierlaufen ähnelte.

Ein anderer Eric, Erstklässler der Grundschule „An der Elster“, weilte mit seiner Mutter auf der Veranstaltung und traf dort Freunde und deren Eltern. Der als Vampir verkleidete Junge erzählte vom dunklen Schlosssaal, wo er leuchtende Gespenster und einen abgeschnittenen Fuß gesehen hatte und sich jeder Besucher erschrecken konnte.

Um Unfälle zu vermeiden, war die Freiwillige Feuerwehr Altstadt im Einsatz. Damit ihr Fahrzeug im Ernstfall schnell zum Einsatzort kommen kann, ist auf allen Wegen die Rettungsgasse freizuhalten. An diesem Platzbedarf orientiert sich dann zum Beispiel, wo auf dem Verbindungsweg zum Schloss die Fühlboxen für Gäste aufgebaut werden, die tierische und gruselige Gegenstände ertasten sollen.

Weil Schloss und Zoo zur ZooKultur gGmbH gehören, organisieren sie vielfältigste Veranstaltungen für Kitagruppen und Schüler gemeinsam. Für die Halloweenparty ist der Zoo hauptverantwortlich, die Teilnahme am Teschenmarkt 2018 plant das Schloss, so Stefanie Jürß. „Die Zooschule unterstützt den Weihnachtsmarkt im Schlosshof.“

Aber im Zoo wurde zu Halloween nicht nur gespielt, sondern am Stand der Naturschutzstation Östliche Oberlausitz auch gebaut. Günter Sommer leitete Interessenten an, hölzerne Fledermausquartiere anzufertigen, weil die Tiere kaum mehr zugängliche Dachböden vorfinden. Die Naturschutzstation ist zum dritten Mal in Hoyerswerda und im Zoo, um Menschen für den Schutz heimischer Arten zu begeistern. Die Falknerfamilie Winde vom Ostsächsischen Falknerverband Bautzen gestaltet schon mehrere Jahren die Halloween-Veranstaltung im Zoo mit und zeigt den Stein- und Waldkauz sowie die Schleiereule. In freier Natur leben nur noch wenige dieser Vögel: „Ich will vor allem Kindern die Angst vor Käuzen und Eulen nehmen, denn über diese Tiere ist immer noch eine Menge Aberglaube im Umlauf“, so Werner Winde.