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Gymnastik
Frauengymnastik für jedes Alter

Die Frauengymnastikgruppe mit Übungsleiterin Maria Schmidt, Vereinschefin Christine Schöne und Margitta Thiele in der vorderen Reihe (v.l.).
Die Frauengymnastikgruppe mit Übungsleiterin Maria Schmidt, Vereinschefin Christine Schöne und Margitta Thiele in der vorderen Reihe (v.l.). FOTO: Heinz Hirschfeld
Bernsdorf. Früher ohne Musik, heute mit Steppbrett: Die Bernsdorfer Sportdamen haben schon viel erlebt. Von Heinz Hirschfeld

Sie sind eine verschworene Truppe: die 39 Damen der Bernsdorfer Frauengymnastikgruppe. Denn sie machen weit mehr als nur Gymnastik in der Sporthalle.  So haben sie schon Fasching zusammen gefeiert, gemütliche Bowling­abende verlebt, waren im „kühlen Naß“ schwimmen, und richteten Weihnachtsfeiern aus. Über all die Erlebnisse wird heute noch gelacht.

Die Anfänge dieser Truppe reichten bis in die 60er-Jahre zurück, damals noch unter dem Dach des Demokratischen Frauenbundes Deutschland. 1970 traten sie alle aus versicherungstechnischen Gründen dem  „Turn- und Sportverein Bernsdorf“ bei. Damals wie heute ist der Grund für die Aktivitäten der Frauen die Gesunderhaltung ihres Körpers, aber auch die Geselligkeit. Die ehemalige Lehrerin der Grundschule Bernsdorf, Annette Maitschke, ist schon seit Mitte der 80er-Jahre dabei. Mittlerweile sind sogar einige ihrer ehemaligen Schülerinnen in der Frauengymnastikgruppe. „Bis zur Wende haben wir unsere gymnastischen Übungen ohne Musik gemacht. Danach kam Musik aus der Konserve dazu“, sagt die ehemalige Lehrerin. „Dadurch ist alles flotter geworden. Nach der Wende haben wir uns Steppbretter angeschafft, die unsere Übungen einfach dynamischer machen“, erzählt Margitta Thiele.

Auch bei öffentlichen Shows machten die Damen bisher keine schlechte Figur. Gern denken sie an die Auftritte zum Schul- und Heimatfest Großgrabe in den 90er-Jahren zurück – oder an das tolle Vereinsfest mit der polnischen Partnerstadt Boleslawiec vor mehr als drei Jahren auf dem Bernsdorfer Sportplatz. „Wir haben vier Übungsleiter in unseren Reihen. Sie kommen im Turnus von etwa vier Wochen zum Zug. Da jeder von ihnen eine andere Sichtweise auf unsere Gymnastik hat, kommt viel Abwechslung in die Übungen“, weiß Christine Schöne, organisatorische Leiterin der Frauengymnastikgruppe. Sie macht auch gleich etwas Werbung in eigener Sache: „Wir würden uns sehr freuen, wenn noch Frauen zu uns stoßen würden, die die gleichen Interessen haben. Bis jetzt sind wir eine Truppe von 25 bis Ü 70. Das muss nicht unbedingt so bleiben“.

Elke Kerber ist seit ungefähr 25 Jahren dabei. Für sie ist die Frauengymnastikgruppe Stressbewältigung und zugleich Spaß. „Und natürlich wollen wir alle, dass unser Fitnesslevel so bleibt und nicht absinkt“, sagt sie.