ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:40 Uhr

Gymnasiasten analysieren Ausbildungsmarkt

Hoyerswerda. Die erste öffentliche Sitzung des Jugendstadtrates Hoyerswerda im neuen Jahr haben Vertreter der Stadtratsfraktionen zur Kontaktaufnahme genutzt. Auch die Planung einer Videoreihe über Hoyerswerda geht voran. Mandy Fürst/mft1

"Warum möchtet Ihr diese Videoreihe überhaupt machen und warum möchtet Ihr nur das Schöne darstellen?" Diese Frage richtet Dirk Lienig, der in der KulturFabrik Hoyerswerda für Medienprojekte zuständig ist, an Marija Skvoznikova. Die Vorsitzende des Jugendstadtrates ist an diesem Nachmittag mit ihrem Stellvertreter Björn Bernhardt in die Kulturfabrik gekommen, um mit Dirk Lienig und weiteren Partnern von KuFa und Stadtverwaltung den Leitfaden für eine Videoreihe über das "In-Hoyerswerda-bleiben" zu besprechen. "Wenn man hier wohnt, sieht man die Schönheit der Stadt gar nicht mehr", antwortet Marija ohne zu zögern auf Lienigs Frage.

Es ist nicht der erste Termin, den Marija und Björn in dieser Woche für den Jugendstadtrat wahrnehmen. Vor Kurzem hatten sie und einige Mitstreiter die erste öffentliche Sitzung im neuen Jahr abgehalten. Leider war das Gremium nicht beschlussfähig.

Die geringe Beteiligung sei sehr schade, merkte Conni Böhme an, der sich den jungen Räten als Ansprechpartner der CDU-Fraktion vorstellte. Für die Freien Wähler Stadtzukunft wird Ralf Zeidler den Kontakt halten. Anliegen an die Fraktion Aktives Hoyerswerda können die Mädchen und Jungen an Michael Renner richten. Jan Kregelin war stellvertretend für die SPD beim Jugendstadtrat zu Gast. Manja Klimt steht für Fragen an Die Linke zur Verfügung. Damit erfüllen die Stadträte dem Nachwuchs den Wunsch nach einer persönlichen Begleitung ihrer Arbeit aus den Fraktionen heraus. Vorgesehen sind auch Besuche in den jeweiligen Fraktionssitzungen.

Michael Renner rät den Jugendlichen, gezielt Akteure aus Einrichtungen, Verbänden und Vereinen zu ihren Sitzungen einzuladen, um diese als mögliche Partner kennenzulernen. Er ermuntert die jungen Leute, kritisch zu sein und ihr Recht wahrzunehmen, Anträge an den Stadtrat zu stellen. Grundsätzlich sollten die Jugendstadträte ein Interesse an politischen Abläufen und der Kommunalpolitik mitbringen, meint Ralf Zeidler, der als Lehrer am Foucault-Gymnasium auch mit dem dortigen Schülerrat arbeitet. Direkte Zusammenhänge zwischen der Arbeit im Jugendstadtrat, den Schulen und dem aktuellen Stadtgeschehen könnten die Bereitschaft erhöhen, sich aktiv einzubringen, meint Zeidler. So könnten die Räte Meinungsumfragen zu aktuellen Themen in den Schulen durchführen und die Ergebnisse als Statements der Jugendlichen in den Stadtrat einbringen.

Information und gute Recherche seien der Schlüssel zum Erfolg, betont auch Dirk Lienig. Daher werden die Jugendstadtratsmitglieder und eine Gruppe Unterstützer aus der "Studienwoche Klasse 11" des Foucault-Gymnasiums in den nächsten Wochen den Ausbildungsmarkt in ihrer Heimatstadt analysieren, um den Interviewpartnern in den geplanten Kurzfilmen die richtigen Fragen stellen zu können. Zeitlich könne man den ersten Dreh für die Woche vor den Sommerferien anpeilen, um dann eventuell in den Ferien mit Schnitt und Vertonung zu beginnen, meint Dirk Lienig. Die ersten Ergebnisse könnten in einer Art Zukunftswerkstatt zur Diskussion gestellt werden. Präsentations- und Nutzungsmöglichkeiten der Videos gebe es viele. Zuerst aber sollten sich die Jugendlichen auf die Produktion konzentrieren.