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Gute Wünsche für weitere 25 Schuljahre

Symbolik für die Zukunft: Im Innenhof pflanzten Schulleitung, Trägerverein und Förderkreis ein Apfelbäumchen.
Symbolik für die Zukunft: Im Innenhof pflanzten Schulleitung, Trägerverein und Förderkreis ein Apfelbäumchen. FOTO: cw
Hoyerswerda. Die Christliche Schule Johanneum hat ihren 25. Geburtstag gestern mit Ehrengästen und mit Unterstützern der ersten Stunde gefeiert. Alle waren sich einig: Die Lehrer und Schüler sind es, die den größten Anteil am Erfolg haben. Catrin Würz

Gemeint sind Lehrerinnen wie Marlene Schindler. Die Englischlehrerin gehört zu jenen fünf Kollegen, die vom ersten Schultag des Johanneums im Jahr 1992 an nonstop hier Schülern nicht nur das Fachwissen vermittelte, sondern sie auch als Menschen bildete. "Denn das ist ja von Anfang an das Anliegen unserer christlichen Schule gewesen: Dass die jungen Menschen sich frei entfalten können", sagt Marlene Schindler stolz. Unter ihrer Leitung wurde am Johanneum im Jahr 2000 die English Drama Group gegründet. Zehn Stücke von Shakespeare brachte diese schuleigene Theatergruppe auf die Bühne - und die Johanneums-Schüler lernten dabei, wie Worte so ausdrucksstark sein können, dass es die Welt verändert.

Der English Drama Group ist natürlich eine der über 20 Schautafeln der nagelneuen Ausstellung "Johanneumn 25" gewidmet, die gestern im feierlichen Rahmen eröffnet wurde. Schulleiter Günter Kiefer verspricht sich von dieser Form des Rückblicks etwas Bleibendes von dem Jubiläum. Überraschend: Die Ausstellung zeigt nicht nur den Weg von der Schulgründung vor genau 25 Jahren mit allen Höhen und Tiefen auf, sondern lenkt den Blick auf jene Themen, die auch die Zukunft der Schule ausmachen werden: Schulpartnerschaften, erfolgreiche Projekte und die Berufsorientierung mit den Johannitern.

Dankbar erinnert sich heute auch Christoph Wowtscherk aus Dörgenhausen an seine Schulzeit im Johanneum. Der heute 31-Jährige ist inzwischen promovierter Geschichtswissenschaftler und Germanist. Er gehörte zu jenem Schülerjahrgang, der als erste 5. Klasse 1996 in den nagelneuen Schulbau in Form eines "J" einzog. "Diese Zeit war für mich prägend und hat mich allumfassend auf das Leben vorbereitet", blickt er zurück. Seine Dankbarkeit zeigt er offen und ist deshalb Mitglied im Förderkreis der Schule geworden.

Zur Festveranstaltung zum Schuljubiläum konnten gestern besondere Ehrengäste begrüßt werden - der evangelische Generalsuperintendent des Sprengels Görlitz, Martin Herche, ebenso wie Bischof Wolfgang Ipolt aus dem Bistum Görlitz. Beide Geistliche sprachen gute Wünsche aus, damit das Johanneum auch in den kommenden 25 Jahren den Schülern eine Herzensbildung im Geiste des christlichen Menschenbildes mit auf den Weg geben könne.

Extra aus Münstereifel waren Armin Ahrendt mit Gattin angereist. Ahrendt war im entscheidenden Jahr 1992 Bürgermeister der Stadt Hoyerswerda und beförderte damals das Ansinnen der evangelischen Kirche, eine solche freie Schule zu gründen. Die Gründung war auch eine Antwort auf die fremdenfeindlichen Ausschreitungen im September 1991 in Hoyerswerda, erinnerte Friedhart Vogel als Vorsitzender des Schulträgervereins in seiner Festrede.

Ehrengast war auch Martin Schmidt, der 2004 mit weiteren Stiftern fieberhaft nach Möglichkeiten gesucht hatte, das Johanneum als christliche Schule zu erhalten, nachdem sich die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz zurückzog.

Grußworte mit guten Wünschen kamen ebenso vom Direktor der Sächsischen Bildungsagentur Ralf Berger, vom Schulamtsleiter des Landkreises Bautzen, Uwe Wunderlich, und von Oberbürgermeister Stefan Skora, der allerdings nicht persönlich teilnahm, sondern sein Grußwort übermitteln ließ.