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| 17:47 Uhr

Hoyerswerda
Gundis Schaltzentrale bereichert Hoyerswerda

Seit dem 21. Juni, Gundermanns Todestag, liefert „Gundermanns Schaltzentrale“ in der Kulturfabrik (fast) alles über Leben und Werk.
Seit dem 21. Juni, Gundermanns Todestag, liefert „Gundermanns Schaltzentrale“ in der Kulturfabrik (fast) alles über Leben und Werk. FOTO: LR / Sascha Klein
Hoyerswerda. Seit drei Monaten gibt es in der Kufa das Info-Zentrum zu Gundermann. Es wird immer wieder rege genutzt. Von Sascha Klein

Seit drei Monaten steht sie jetzt in der Hoyerswerdaer Kulturfabrik unter Strom – die Gundermann-Schaltzentrale. Dort ist fast alles über Leben und Werk des Hoyerswerdaer Liedermachers zu erfahren. Mit dem Zuspruch ist Kulturfabrik-Geschäftsführer Uwe Proksch bislang zufrieden: „Wir haben keine Zahlen darüber, wie viele Leute die Schaltzentrale nutzen“, sagt er. „Aber es stehen immer wieder Leute mit dem Kopfhörer vor der Wand und informieren sich.“ Immer öfter müssen auch die Mitarbeiter am Empfang Fragen beantworten.

Trotz des Gundermann-Films ist die Kulturfabrik bislang noch nicht von Fans überrannt worden, die alles über Gundermann wissen wollten. Das hat Proksch auch nicht erwartet: „Die, die Gundermann hören, sind in der Regel eh nicht personenkultmäßig unterwegs“, sagt er. Trotzdem habe es einige gegeben, die eigens wegen der Person Gerhard Gundermann Hoyerswerda und die Schaltzentrale besucht haben. Proksch registiert das wohlwollend.

Für den Kufa-Chef ist es wichtig, dass es das Angebot der Schaltzentrale in und für Hoyerswerda gibt: „Ich habe rund 90 Rezensionen zum Film gelesen. Das ist auch ein Imagegewinn für Hoyerswerda“, sagt er. Obwohl in Hoywoy keine Szene gedreht worden ist, rückt die Stadt positiv in den Fokus. Wie die zwiespältige Person Gundermanns wahrgenommen wird, werde auch die Stadt jetzt anders wahrgenommen. Die Kufa hat darauf reagiert. Reinhard „Pfeffi“ Ständer, der über zwei Jahrzehnte alles zum Thema Gundermann sammelt, hatte eine Broschüre mit Gundermanns authentischen Orten in Hoyerswerda entwickelt – auch mit der genauen Stelle seines Grabes. Diese Broschüre ist nun auch in der Touristinfo in der Braugasse zu finden.

Gundermanns Musik lebt derweil weiter. Die Kulturfabrik und die Musik- und Kunstschule Bischof wollen am 11. November das Musical „Malwina“, das Gundermann und die Brigade Feuerstein geschrieben haben, wieder einmal aufführen.

Uwe Proksch selbst hat inzwischen selbst ein kleines Ritual mit der Schaltzentrale entwickelt. Jeden Abend, wenn er nach Hause geht, drückt er dort erst den Knopf „Leitstand“, dann den Knopf „Feierabend“. „Das ist dann das Zeichen: Ich gehe jetzt – und Gundi macht weiter“, sagt Proksch und lacht.