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| 02:47 Uhr

Günter Särchen aus Wittichenau postum geehrt

Wittichenau. Eine bisher unbenannte Straße an der Kathedrale St.

Sebastian in Magdeburg wird künftig Günter-Särchen-Straße heißen.

Die Namensgebung erfolgt heute durch Oberbürgermeister Lutz Trümper.

Die Benennung einer Straße nach dem Wittichenauer Günter Särchen (1927 bis 2004) hatte der Magdeburger Stadtrat im Frühjahr auf Grund eines Antrages der Anna-Morawska-Gesellschaft, des Ökumenischen Dialogs für Deutsch-Polnische Verständigung, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt und der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste beschlossen. "Mit der Straßenbenennung leistet Magdeburg einen wichtigen Beitrag, um das Andenken an Günter Särchen, der sein Leben der deutsch-polnischen Versöhnung gewidmet hatte, wach zu halten”, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Günter Särchen, der am 14. Dezember 1927 in Wittichenau geboren wurde, arbeitete von 1953 bis 1984 im Bischöflichen Amt Magdeburg und leitete dort die Arbeitsstelle für pastorale Hilfsmittel, die die katholischen Gemeinden in der gesamten DDR mit Medien versorgte.

Schon früh begann er, sich von Magdeburg aus für die deutsch-polnische Versöhnung einzusetzen. Durch zahlreiche von ihm initiierte Aktionen, durch Pilgerfahrten an die Orte der Konzentrationslager, durch die Bildungsarbeit in den vor 40 Jahren von ihm gegründeten "Polenseminaren”, dem Vorläufer der Anna-Morawska-Gesellschaft, dessen Vorsitzender Särchen bis zu seinem Tod war, hat er deutsch-polnischer Versöhnung in der DDR den Weg bereitet.

Die Republik Polen ehrte Särchen 1990 mit der Kommandeursstufe des Verdienstordens, die Bundesrepublik 1993 mit dem Bundesverdienstkreuz. In Wittichenau erinnert an ihn seit Juli unter anderem eine Gedenktafel an Särchens Elternhaus. Bürgermeister Udo Popella fährt heute zur Ehrung. no