Noch keine Investition
Gleichzeitig machte er deutlich, dass im Jahre 2006 noch nicht mit größeren Investitionen in das sanierungsbedürftige Schulgebäude gerechnet werden kann. „Mit dem Ausbau des Krabathofes in Groß Särchen sowie des alten Lohsaer Herrenhauses zu einem neuen Rathaus haben wir in diesem Jahr zwei Vorhaben zu stemmen, die unsere ganze Investitionskraft beanspruchen werden“ , warb Witschas um Verständnis. Gleichzeitig versicherte er, dass die Sanierung des Schulgebäudes ab 2007 zügig erfolgen werde. 2006 wolle man allerdings mit dem Beginn der Schulhof-Neugestaltung bereits ein Zeichen setzen, „dass sich etwas tut.“ 10 000 Euro seien im Haushaltsentwurf 2006 für Investitionen auf dem Schulgelände vorgesehen.
Der Bürgermeister zeigte sich erfreut, dass die Geburtenrate in der Gemeinde in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen sei. „Unsere Kindereinrichtungen sind schon jetzt gut ausgelastet“ , erklärte er. Die Kinderzahlen ermöglichten auf absehbare Zeit den Betrieb zweier Grundschulen in Groß Särchen sowie in Weißkollm. „Wir können hierbei eine Zeitspanne von bis zu 20 Jahren überblicken“ , so Witschas. Etwa ab 2015 müsse man allerdings wieder mit zurückgehenden Geburtenzahlen rechnen, da dann die „schwachen“ Jahrgänge nach 1990 in das gebärfähige Alter kämen. „Dieser Zeithorizont rechtfertigt es unserer Auffassung nach, in die Grundschule Groß Särchen zu investieren“ , betonte Udo Witschas.

Ja zu kurzen Wegen
Er bekräftigte gleichzeitig den politischen Willen, den jüngsten Schülern kurze Schulwege zu ermöglichen, auch wenn ein zentraler Standort sicher wirtschaftlicher wäre. Gleichzeitig verteidigte Witschas die Entscheidung, die Trägerschaft über die kommunalen Kitas zum 1. Januar 2006 an die Arbeiterwohlfahrt zu übergeben: „Diese hat in Lohsa bereits bewiesen, dass sie eine höhere Betreuungsqualität als die Gemeinde gewährleisten kann.“