Nach einer reichhaltigen Diskussionsrunde, die Stadträte wie Elke Förster (Die Linke) und Marlies Heinze (Freie Wähler) für unnötig hielten, da alle Fakten und Argumente bereits ausgesprochen wurden, stimmten die Stadträte mehrheitlich mit zehn Ja-Stimmen für den Finanzierungsschlüssel bei der Grundschul-Sanierung am Laubuscher Markt von 50 Prozent für die Stadt Lauta und 50 Prozent für die Gemeinde Elsterheide.

Bei Folgeinvestitionen oder laufenden Instandhaltungen in den Folgejahren soll sich der Finanzierungsschlüssel nach dem Verhältnis der Schülerzahlen richten. So zählt erstmals für den Planungszeitraum 2019/2020 der Stichtag 30. Juni des Planungszeitraums vorangehenden Jahres. Dies wurde in einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung sowie in einer neu gefassten Zweckvereinbarung festgehalten.

Die komplette CDU-Fraktion mit vier anwesenden Stadträten stimmte gegen die Beschlüsse und somit gegen den ausgehandelten Finanzierungsschlüssel. Stadtrat Michael Rischer (CDU) ist der Meinung, dass die Gemeinde Elsterheide, die derzeit mehr Schüler als Lauta in die Grundschule Laubusch schickt, sich mit einem größeren Kostenanteil hätte beteiligen müssen. Bürgermeister Frank Lehmann betont, dass die Stadt Lauta weiterhin Schulträger und auch Eigentümer der Schule sei. "Die Gemeinde Elsterheide beteiligt sich daher freiwillig trotz ihrer schweren Haushaltslage an der Erstinvestition."

Zudem sprach Stadtrat Michael Rischer auch die anfallenden Betriebskosten an, die die Stadt Lauta ebenfalls übernehmen wird. Rischer meint auch hier, dass sich die Gemeinde an diesen Kosten beteiligen müsse. Bürgermeister Frank Lehmann argumentierte auch hier, dass Lauta der Schulträger und Eigentümer sein. "Die Verhandlungen sind ohnehin schon hart gewesen. Hätten wir das Fass Betriebskosten auch noch aufgemacht, hätte die Verhandlung gänzlich scheitern können", sagt Lehmann, der lieber etwas als gar nichts in der Hand halten möchte. So wird Lauta einen Eigenanteil von rund 1,1 Millionen Euro und die Gemeinde Elsterheide einen Eigenanteil von rund 684 000 Euro für die Sanierung der historischen Schule am Markt aufbringen. Mit der Finanzierungslösung zeigt sich Lehmann demnach zufrieden. "Wenn beide Seiten einige Schmerzen verspüren, sehe ich die ausgehandelte Lösung als gelungen an", so Lehmann.

Die Sanierung der Grundschule am Laubuscher Markt gilt als einziges interkommunales Projekt im Landkreis. Laut einer Kostenschätzung werden für die Sanierung der historischen Schule rund 5,4 Millionen Euro benötigt. Die Maßnahme kann mit bis zu 66,6 Prozent gefördert werden. Der Eigenanteil für Lauta und die Elsterheide betrage demnach noch 1,8 Millionen Euro. Die Fördermittel sind noch nicht bewilligt.