Wie sich wohl der Werkschor der Brikettfabrik Werminghoff (heute Knappenrode) vor 100 Jahren angehört hat? In einem besonderen Projekt haben das rund 80 Musiker aus der Region herausgefunden. Im Rahmen der Neugestaltung der Ausstellung in der Energiefabrik Knappenrode ist auch ein besonderes Musikprojekt geboren worden: Lieder von vor 100 Jahren erklingen jetzt dank des Bundinstrumentenorchesters des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden, des Gitarrenorchesters „Iuventa Musica“ Hoyerswerda und des Männerchors Lohsa neu. Von diesem Projekt ist sogar eine CD entstanden, die in geringer Auflage jetzt für 9,99 Euro (plus Versand) über die Energiefabrik Knappenrode zu bekommen ist.

Mit einer original Mandoline fing alles an

Ausgangspunkt der Idee: Museumsmitarbeiterin und Kuratorin im Team zur neuen Dauerausstellung, Sophia Müller, erhielt eine original Mandoline aus dem legendären Preibschen Mandolinenorchester Werminghoff als Ausstellungsobjekt, teilt die Energiefabrik mit. Der Plan: Die Besucher sollen die Mandoline ab Juli 2020 nicht nur ansehen, sondern auch anhören können.

Was hörte und sang man im Verein und nach der Schicht? Hier konnte der Männerchor Lohsa helfen, heißt es. Er übereignete dem Museum zwei original Chorbücher von 1919 mit Partiturfragmenten des ehemaligen Werkschores Werminghoff – die Grundlage für die Neuaufnahme des Liedgutes aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Liedgut in neuer Dauerausstellung zu hören

„Das Liedgut wird künftig in der neuen Dauerausstellung zu hören sein. Daher ist die Auflage stark limitiert.“ so Museumsleiterin Kirstin Zinke. „Wer also schon einmal vor der Eröffnung am 3. Juli 2020 in die Ausstellung hinein hören möchte, hat hiermit eine schöne Möglichkeit.“

Bestellungen sind per Telefon unter 03571 60 42 67 oder per E-Mail unter: knappenrode@saechsisches-industriemuseum.de möglich.