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| 17:00 Uhr

Lausitzer Seenland
Grünes Licht für Wasserwanderrastplatz

Am Geierswalder See an der Südböschung soll der Wasserwanderrastplatz erweitert und ausgebaut werden. Dafür hat die Zweckverbandsversammlung jetzt grünes Licht gegeben.
Am Geierswalder See an der Südböschung soll der Wasserwanderrastplatz erweitert und ausgebaut werden. Dafür hat die Zweckverbandsversammlung jetzt grünes Licht gegeben. FOTO: Catrin Wuerz
Geierswalde. Am Geierswalder See wird die 1,57 Millionen Euro-Investition jetzt auf den Weg gebracht.

Gute Nachrichten für Freunde des Wasserwanderns: Der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen hat jetzt grünes Licht für den weiteren Ausbau des Wasserwanderrastplatzes am Geierswalder See gegeben. An der Südböschung soll direkt neben dem neuen Segel- und Inklusionszentrum des 1. Wassersportvereins Lausitzer Seenland (WSLS) nun auch der öffentliche Anlege- und Übernachtungsplatz erweitert und modernisiert werden. Voraussichtlich ab dem kommenden Jahr könnten die seit 2016 vorangetriebenen Planungen in die Realität umgesetzt werden. Für eine erste Ausbaustufe will der Verband 1,57 Millionen Euro in die Hand nehmen.

Die Finanzierung ist mit Hilfe von Paragraph 4-Mitteln zur Braunkohlesanierung gesichert, kündigt Verbands-Geschäftsführer Daniel Just an. Auch die notwendigen Eigenmittel hat der Zweckverband sicher.

Vorgesehen sind neben 18 Stellplätzen für Wohnmobile, Wohnanhänger oder Caravan auch sechs Flächen für Zelte. Zwar waren ursprünglich 19 Stellfllächen für Wohnmobile im Entwurf. Doch weil nahe dem Areal ein neuer Steg für das Traditions- und Segelschulschiff „Seabreeze“ gebaut werden muss, entfällt ein Caravanstellplatz.

Herzstück der Planungen ist ein Multifunktionsgebäude, das architektonisch möglichst zu dem in der Nachbarschaft entstehenden Segel- und Inklusionszentrum passen sollte, so Just. In das zweigeschossige Multifunktionsgebäude werden Sanitärräume, das Büro des Hafenmeisters und Räume für die Wasserschutzpolizei integriert. Kurios ist dabei: Die beiden Garagen für die Fahrzeuge der Wasserschutzpolizei werden nicht zu ebener Erde, sondern im Obergeschoss entstehen - mit direkter Ausfahrt über eine Rampe zum See umlaufenden Rad- und Wirtschaftsweg oberhalb der Böschung. Diese Variante wurde letztlich als sinnvoll erachtet, weil die Wasserschutzpolizisten durchschnittlich 15 mal pro Tag mit dem Pkw ausrücken müssen. Und dies soll mit Blick auf die touristische Nutzung der Uferflächen nicht direkt über den Zeltplatz erfolgen.

Ein dritter wichtiger Bereich des Konzeptes ist die Slipanlage für das Einlassen von Booten. Sie soll einen barrierefreien Schwimmsteg bekommen. „Zudem wird ein Lift installiert, der es ermöglicht, behinderte Menschen an Bord zu bringen - analog dem Hafencamp in Senftenberg. Damit wird Wasserwandern auch für mobilitätseingeschränkte Menschen möglich“, sagt LSS-Geschäftsführer Daniel Just.

Neben der verkehrlichen Anbindung und einem Müllplatz stehen auch 22 Landliegeplätze für Boote im Konzept. In einem eingezäunten Bereich sollen diese Liegeplätze saisonal an Bootsbesitzer vermietet werden und so auch noch für Einnahmen sorgen. Wenn der Baustart wie geplant im nächsten Jahr vollzogen werden kann, ist der erste Bereich 2020 fertiggestellt.

(cw)