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Grünes Licht für Schulsanierung

Bald könnte dieser Anblick der ehemaligen Mittelschule am Markt der Vergangenheit angehören. Lautas Stadträte legten mit dem Beschluss für das Raumprogramm am Montagabend die Grundlage für die Modernisierung.
Bald könnte dieser Anblick der ehemaligen Mittelschule am Markt der Vergangenheit angehören. Lautas Stadträte legten mit dem Beschluss für das Raumprogramm am Montagabend die Grundlage für die Modernisierung. FOTO: Anja Guhlan/ang1
Lauta. Der Lautaer Stadtrat hat das Raumprogramm für die Modernisierung der Schule am Markt in Laubusch beschlossen. Aber die CDU-Fraktion stimmte geschlossen dagegen. Anja Guhlan / ang1

Nach einer kontroversen Debatte haben die Stadträte mehrheitlich mit zwölf Ja-Stimmen für das Raumprogramm der Grundschul-Sanierung am Laubuscher Markt gestimmt. Die komplette CDU-Fraktion stimmte mit sechs Stimmen dagegen und somit auch gegen die Modernisierung der ehemaligen Mittelschule.

Stadtrat Michael Rischer (CDU) ist der Meinung, dass das künftige Schulgebäude "enorm groß ist und auch entsprechende beheizt werden muss". Andreas Weber (CDU) sagte, dass dieses Projekt "erhebliche finanzielle Risiken für die Stadt birgt". Stattdessen hält die CDU-Fraktion an der Schule am Bad fest und schlägt dort auch den Neubau einer Mehrzweckhalle vor. Erneut wurde damit die Diskussion aufgemacht, die aus Sicht anderer Stadträte wie Günter Schmidt (Bürgerbewegung) völlig unnötig ist. Auch Bürgermeister Frank Lehmann (parteilos) hält die Debatten, die im Stadtrat immer wieder aufs Neue geführt werden, für "abenteuerlich".

Barbara Hübner von der Planungsgesellschaft Hübner aus Bischofswerda, die das Raumprogramm erstellt hat, spricht sich nach intensiver Beschäftigung mit den vorhandenen Räumen der beiden Objekte für die Schule am Markt aus. Sie führte aus, dass nach den neuesten Schulrichtlinien an der Schule am Bad für eine optimale Nutzung ein zusätzlicher Neubau errichtet werden müsse. Die Schule am Markt biete hingegen mit den vorhandenen Räumen die Möglichkeit einer optimalen Nutzung für eine zweizügige Grundschule mit Hort und Ganztagsangeboten. So wurden in dem Raumprogramm jeweils sieben Klassenräume und sieben Hortzimmer ausgewiesen, wobei teilweise einige Räume mit Doppelnutzung fungieren.

"Eigentlich ist dieses große Schulgebäude schon zu klein für die Richtlinien, aber für unsere Zwecke ausreichend", sagte Barbara Hübner. So weichen mitunter auch die Quadratmetergrößen der Räume für Werken-, Computer- oder Musikraum etwas von den Richtlinien ab. Dafür sind in der Schule am Markt aber diese Räumlichkeiten möglich.

Laut Raumprogramm soll der neue Speisesaal im linken Gebäudeflügel untergebracht werden, die neue Turnhalle im rechten Gebäudeflügel. Der Haupteingang wird sich wieder direkt am Markt befinden. Auch die Außenanlagen, die neu gestaltet werden sollen, sind Bestandteil des Raumprogramms: Neue Spielflächen, Unterstellmöglichkeiten für die Fahrräder, eine neue Sportanlage mit 60- und 100-Meter-Bahn, Weitsprunganlage, Kleinspielfeld sowie Tartan-Kleinspielfeld sind vorgesehen.

Die Mehrheit der Stadträte hält dieses Raumprogramm für schlüssig. So stimmte die Fraktion der Linken für dieses, weil es auch in der Bürgerschaft große Akzeptanz erfahre. Die Fraktion der Bürgerbewegung ist ebenfalls von dem Programm überzeugt, da es allen Anforderungen an einer zukünftig rentablen Schule gerecht werde. Auch die Freien Wähler stimmten ausnahmslos mit Ja.

Mit dem mehrheitlichen Beschluss ist nun die Grundlage für die Ausschreibung der Planungsleistungen geschaffen. Lautas Bauamtsleiter Wolfhardt Persicke schätzt ein, dass im Herbst die Entscheidungen für die Planungsaufträge fallen könnten.