| 02:53 Uhr

Großer Ansturm auf Krabatmühle

Die Semestergruppe kommt bei ihrem Lausitz-Besuch an der Krabatmühle nicht vorbei.
Die Semestergruppe kommt bei ihrem Lausitz-Besuch an der Krabatmühle nicht vorbei. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Mühlen haben auf die Menschen eine magische Anziehungskraft. Zu den Seenlandtagen ist auf dem Parkplatz an der Schwarzkollmer Krabatmühle kaum ein Stellplatz zu finden. Torsten Richter-Zippack

Schwarzkollm. Die Autos müssen zum Saisonstart im Lausitzer Seenland bereits weit vor der Krabatmühle in Schwarzkollm am Waldrand parken. Und im Innenhof des erst vor wenigen Jahren aufgebauten Ensembles geht es wie auf einem Jahrmarkt zu. Mehrere Reisegruppen, vor allem aus Sachsen, sind zu Gast und lassen sich die Mühle mit allem Drum und Dran erklären.

Darunter findet sich auch eine Gruppe, die im normalen Leben über die gesamte Bundesrepublik verteilt lebt. Genauer gesagt von Forchheim bei Nürnberg bis an die Ostseeküste unweit von Greifswald. "Wir sind die Semestergruppe der Jahre 1959 bis 1962 der Bauschule Glauchau", klärt Lothar Mages, der Mitorganisator des Treffens, auf. Anno 2015 handele es sich bereits um die 56. Runde. Dieses finde alljährlich im Frühjahr statt. Und diesmal sei eben das Lausitzer Seenland mal dran. Warum? Weil Mages in der Region lebt. In Tiegling östlich von Hoyerswerda. So steht neben der Jakubzburg in Mortka auch die Krabatmühle auf dem Besichtigungsprogramm. Die Leute sind jedenfalls begeistert: "Die Detailtreue ist schon beeindruckend. Selbst das Mühlrad dreht sich", sagt eine ältere Dame aus Norddeutschland sichtlich fasziniert.

Die Krabatmühle, in der die Geschichte und die Geschichten um den Lausitzer Zauberlehrling erlebbar sind, zieht viele Besucher an. Etwa seit dem Jahr 1640 wird die Legende vom Müllerburschen Krabat, der seine heimlich im Zauberbuch des Schwarzen Müllers erworbenen magischen Kräfte zum Wohl der armen Lausitzer Landbevölkerung einsetzte, vom Volk weitergetragen.