Den singenden Baggerfahrer „Gundi“ sieht man schon hoch oben zwischen den Etagen neun und zehn auf einer Wolke sitzen. Über ihm auf Etage elf erstrahlt nur noch die Sonne zwischen zwei Vögeln, in der Kunst von Michael Fischer-Art symbolisieren sie die Freiheit des Geistes.

Pünktlich zum Nikolaustag ist das Kunstwerk vollbracht. Jetzt darf Fischer-Art’s Interpretation der Stadt Hoyerswerda endlich in seiner ganzen Pracht glänzen. Seit Donnerstag baut die Firma Kegel-Hossmann Gerüstbau GmbH die Gerüste vor der 34 Meter hohen und 12,5 Meter breiten Hauswand in Hoyerswerdas Albert-Schweitzer-Straße zurück.

Insgesamt 323 Bohlen, 216 Vertikal-Rahmen und 17 Treppen werden abgeschraubt und verladen. Baustellen-Leiter Marko Kubisch: „Bis Montag werden wir fertig sein.“

In den vergangenen sechs Wochen brachte der Leipziger Künstler im Auftrag der Wohnungsgesellschaft (WG) Hoyerswerda eine Tonne Farbe an die Betonwand. Die „identitätsstiftende Maßnahme“, wie WG-Chef Steffen Markgraf das Projekt nannte, zeigt viele städtische Wahrzeichen.

Neben „Gundi“ sind auch die Kufa, das Schloss und der Zoo, das Lausitzbad und Lausitz-Center sowie die Krabat-Mühle zu sehen. Das Zentrum des Ensembles bilden Konrad Zuse mit seinen Computern und ein Schaufelradbagger F60, der mit seinen goldenen Blättern die Häuserlandschaft durcheinander wirbelt.
sey