| 02:40 Uhr

Großbrand im einstigen Raketenbunker der NVA

In einem Bunker des einstigen NVA-Militärstützpunktes bei Straßgräbchen brannten am Sonntag Strohballen und Erntemaschinen.
In einem Bunker des einstigen NVA-Militärstützpunktes bei Straßgräbchen brannten am Sonntag Strohballen und Erntemaschinen. FOTO: H. Gbureck/gbk1
Bernsdorf/Straßgräbchen. () Ein Brand in einem Bunker auf dem ehemaligen NVA-Militärgelände bei Straßgräbchen hat am Sonntagnachmittag ein Großaufgebot von Feuerwehrleuten und Löschtechnik auf den Plan gerufen. Bis fast um Mitternacht und erneut am gestrigen Montag dauerte der Einsatz an. Catrin Würz

Spaziergänger hatten am Nachmittag die Rauchentwicklung in der Bunkeranlage des einstigen Fla-Raketen-Regimentes bemerkt und die Feuerwehr gerufen. Bis kurz vor Mitternacht versuchten dann mehr als 50 Feuerwehrmänner mit 14 Fahrzeugen der Situation Herr zu werden. Neben der Bernsdorfer Wehr und der Berufsfeuerwehr Hoyerswerda waren auch Wehren aus allen Bernsdorfer Ortsteilen sowie aus Kamenz, Bernbruch, Schwepnitz und Grüngräbchen im Einsatz.

In dem Bunker-Bauwerk befanden sich neben etwa 200 Kubikmetern Heu und Stroh auch noch mehrere landwirtschaftliche Maschinen eines Transport-Unternehmens aus Kamenz-Lückersdorf. Deshalb meldete die Polizei am gestrigen Tag eine sehr hohe Schadenssumme von mindestens 100 000 Euro.

"Die Löscharbeiten gestalteten sich sehr schwierig" erklärte der Bernsdorfer Gemeindewehrleiter René Gebauer. Denn die in Flammen stehenden Heu- und Strohballen lagerten am hintersten Ende der Bunkeranlage, während mehrere Landwirtschaftsfahrzeuge und -geräte davor den Weg dorthin versperrten. Zudem war die Ablüftung innerhalb des Bunkers so gut wie gar nicht gegeben. "So dass sich unsere Kameraden nur stückweise vortasten konnten und erst nach und nach die ebenfalls brennenden Fahrzeuge absichern konnten", so der Gemeindewehrleiter. Die Helfer ließen das Heu kontrolliert abbrennen und brachten Lösch-Schaum zum Einsatz.. Am gestrigen Montag waren noch immer 13 Kameraden aus Bernsdorf und Straßgräbchen bei der Brandwache im Einsatz.

Brandursacheermittler der Polizei nahmen ihre Arbeit auf. Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden.