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| 02:40 Uhr

Großbaustelle am Partwitzer See nimmt allmählich Konturen an

Impression vom im Bau befindlichen Parkplatz oberhalb des Segelsportzentrums. In einem Monat soll er vollendet sein.
Impression vom im Bau befindlichen Parkplatz oberhalb des Segelsportzentrums. In einem Monat soll er vollendet sein. FOTO: trt1
Partwitz. Die Mitglieder des 1. Segelclubs Partwitzer See (SCP) dürfen sich freuen: Derzeit schreitet die Erschließung ihres Segelsportzentrums zügig voran. trt1

Ab der Partwitzer Siedlung, Höhe Ortsgedenkstätte Groß Partwitz, bis zum Vereinsareal wird der bisherige Radweg auf einer Strecke von mehreren 100 Metern auf Straßenbreite erweitert. Darüber hinaus entsteht ein Parkplatz mit mehreren Dutzend Stellflächen.

Nach Angaben der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) als Bauherrin soll bereits zum 29. April, fast pünktlich zum Saisonstart im Lausitzer Seenland (23./24. April), alles fertig sein. Vor Ort baut eine Schwarzheider Firma. Die Planung und Bauüberwachung hat das Nardter Ingenieurbüro Munick übernommen, die Projektsteuerung obliegt der Gemeinde Elsterheide.

Radfahrer, die auf dem Partwitzer Seerundweg auf Achse sind, müssen noch mehrere Wochen eine Umleitung in Kauf nehmen, da die Durchfahrt über die Baustelle gesperrt ist. Die Umfahrung erfolgt durch die Partwitzer Siedlung und über den Schäfereiweg. Dann kann entweder über den Partwitzer Hof oder über die Zufahrt zum schwimmenden Haus weitergeradelt werden.

Einsatz eines Bekalkungsschiffes

Überdies wird eine weitere Sorge der Partwitzer Segler angegangen. Die Sportler fürchten, dass aufgrund des extrem sauren Wassers im See - der pH-Wert bewegt sich bei 2,9, normal wären 6,5 bis 7,5 - die Segel, das Tauwerk und sämtliche metallische Teile empfindlich auf das aggressive Milieu reagieren. Um dem entgegenzuwirken, planen die Bergbausanierer von der LMBV, den See zu neutralisieren. Dazu werde eine Einsatz- und Beladestelle für das entsprechende Bekalkungsschiff am Südostufer des früheren Tagebaus Scado errichtet, kündigt LMBV-Projektmanager Jens Bäcker an. Das sei allerdings nicht so einfach, da sich das Areal im Naturschutzgebiet "Geierswalder Heide" befindet. Aus diesem Grund müssten viele zusätzliche Bestimmungen eingehalten werden. Die LMBV hoffe auf einen möglichst zeitnahen Baubeginn. Der SCP hofft, dass sich durch die Kalkung etwas verbessert.