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| 02:42 Uhr

Grippewelle im Landkreis weiter auf dem Vormarsch

Um sich vor der Influenza-Erkrankung zu schützen, ist es auch jetzt noch nicht zu spät für eine Impfung, sagt das Gesundheitsamt Bautzen.
Um sich vor der Influenza-Erkrankung zu schützen, ist es auch jetzt noch nicht zu spät für eine Impfung, sagt das Gesundheitsamt Bautzen. FOTO: PR
Hoyerswerda/Bautzen. Schon mehr als 760 Influenza-Fälle sind im Kreis Bautzen registriert. Täglich werden es mehr und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Catrin Würz

Die Zahl der Grippe-Erkrankungen aufgrund von Influenzaviren steigt im Landkreis Bautzen weiter rasant an. Das bestätigt das Gesundheitsamt in Bautzen auf Nachfrage der RUNDSCHAU. Zu Beginn dieser Woche waren bereits 763 Influenza-Fälle registriert - das sind schon jetzt doppelt so viele wie im Vorjahr in der gesamten Grippesaison bis Mitte März gemeldet wurden.

Der Anstieg der Erkrankungen ist besonders in den letzten Wochen spürbar gewesen. Bis zur zweiten Kalenderwoche des Jahres gab es im Landkreis 95 gemeldete Fälle. In der vierten Kalenderwoche hatte sich diese Zahl dann schons mehr als verdoppelt und eine Woche später sogar verfünffacht.

"Heime oder Einrichtungen mussten im Landkreis Bautzen aufgrund der Influenza bisher nicht geschlossen werden", sagt Katrin Hetzel, Kinder- und Jugendärztin im Gesundheitsamt und stellvertretende Amtsärztin. "Der Krankenstand ist jedoch überall recht hoch, so dass momentan vielerorts tatsächlich Personalknappheit herrscht."

Symptome der Krankheit sind plötzliches hohes Fieber bis 41 Grad, Gliederschmerzen, anhaltende Erschöpfung und trockener Husten. Der Höhepunkt der Grippewelle 2017 sei aus jetziger Sicht noch nicht erreicht. "Er ist erfahrungsgemäß im März zu erwarten", so Katrin Hetzel.

Allen, die das Risiko einer Ansteckung für sich minimieren wollen, rät die Ärztin: Händehygiene ist besonders wichtig, denn die Influenza-Viren werden über die Hände weitergereicht. Deshalb lieber mehr und gründlicher die Hände waschen. Und der Handschlag zur Begrüßung darf in diesen Zeiten auch mal weggelassen werden.

Auch für eine Grippeimpfung sei es noch nicht zu spät. "Die bisher an Influenza Erkrankten waren vorwiegend ungeimpfte Personen", teilt das Gesundheitsamt mit. Beim Impfen ist jedoch zu beachten, dass 14 Tage nötig sind, bis beim Geimpften eine Immunität eintritt.