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| 11:31 Uhr

Tag der Bibliotheken
Erich Kästner steht in Görlitz im Mittelpunkt

 Zur neuen Erich-Kästner-Ausstellung wird ab Ende Oktober ins Görlitzer Kulturhistorische Museum eingeladen.
Zur neuen Erich-Kästner-Ausstellung wird ab Ende Oktober ins Görlitzer Kulturhistorische Museum eingeladen. FOTO: Museum Görlitz
Görlitz. Am 24. Oktober laden Stadtbibliothek und Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften zur Veranstaltung ein.

(trt) Dieser Abend beginnt um 19 Uhr im Barockhaus (Neißstraße 30). Im Mittelpunkt steht dabei der Schriftsteller Erich Kästner (1899-1974), informiert Kerstin Gosewisch vom Kulturhistorischen Museum Görlitz.

„Wer Bücher schenkt, schenkt Wertpapiere.“ Diesen Ausspruch tätigte Erich Kästner. Der Schriftsteller und Journalist wurde vor allem durch seine Kinderbücher bekannt. Seine Texte stimmen nachdenklich, sind aber oft auch humoristisch und enthalten mit Satire gespickte Gesellschafts- und Zeitkritik. In seinen Berliner Jahren schrieb Kästner den anno 1931 veröffentlichten Roman „Fabian - Geschichte eines Moralisten“. Eine Neuverfilmung hat die Lupa Film GmbH unter Produzent Felix von Boehm und Regisseur Dominik Graf im Sommer 2019 zu großen Teilen in Görlitz realisiert. Diese Tatsachen und der 120. Geburtstag Kästners in diesem Jahr bot den beiden Görlitzer Bibliotheken den passenden Rahmen, um Julia Boegershausen und Björn Bewerich um die Aufführung ihres Erich-Kästner Programms zu bitten.

Die dreizehn Monate ist eines der romantischsten und idyllischsten Werke Erich Kästners, das bezeichnend für seine späte Schaffenszeit ist. Dieser Gedichtzyklus ist in den 1950er-Jahren entstanden. Kästner selbst erklärt im Vorwort, er schreibe die Gedichte als „ein Großstädter für Großstädter“, der sich auf die Schönheit des Kreislaufs der Jahreszeiten und der Natur besinnen wolle.

Julia Boegershausen und Björn Bewerich bieten dieses unverwechselbare Werk in 13 Gedicht-Liedern, vertont vom Komponisten Manfred Schmitz für Gisela May, dar und lassen damit den Schriftsteller Kästner mit seiner Kindheit in der Hosentasche, der Liebe zu Entwicklungen und seinen Fragen an die Moral ganz lebendig werden. Weitere Texte dieses streitbaren Schriftstellers spannen an diesem Abend den Bogen in die eine gesellschaftliche und politische Ebene, welcher an Aktualität nichts zu wünschen übrig lässt.

Julia Boegershausen und Björn Bewerich kommen aus verschiedenen musikalischen und schauspielerischen Bereichen. Seit Längerem agieren sie auf der Bühne zusammen. In verschiedenen Programmen wird ihre Lust auf ernste Unterhaltungsmusik deutlich. Immer wieder nehmen sie ihr Publikum ganz interaktiv mit auf die Reise in die Welt der 1920er- und 1930er-Jahre, in die jüdische Kultur oder lassen längst vergessene Chansons und Lieder, teils unbekannter Komponisten zum Leben erwachen. Dabei schreiben sie ihre Dramaturgien selbst. Die Inszenierungen unterstützt Theaterregisseur Andreas Rüdiger. Die Stimme und das Klavier stehen im Mittelpunkt. Beide Musiker leben und wirken in Görlitz.

Karten für die Veranstaltung der Bibliotheken sind ab sofort im Vorverkauf sowie an der Abendkasse an der Kasse des Museums Barockhaus Neißstraße 30 erhältlich.

 Zur neuen Erich-Kästner-Ausstellung wird ab Ende Oktober ins Görlitzer Kulturhistorische Museum eingeladen.
Zur neuen Erich-Kästner-Ausstellung wird ab Ende Oktober ins Görlitzer Kulturhistorische Museum eingeladen. FOTO: Museum Görlitz
(trt)