Selbst die nicht im Stadtrat aktive Lautaer Einwohnerschaft fühlt sich verpflichtet, eigene Ideen für eine möglichst solide Finanzausstattung beizusteuern. So haben sich Horst Weide und Frank Lehmann in den vergangenen Tagen die Mühe gemacht, den Etatentwurf zu durchforsten.
Für Weide, der in der vergangenen Legislaturperiode noch selbst mit im Parlament gesessen hatte und hier maßgeblich an der Erarbeitung der Finanzpläne beteiligt gewesen war, beinahe eine persönliche Pflichtaufgabe. Und so ist dem Geschäftsmann auch in diesem Jahr etwas aufgefallen, das die Verwaltung so noch nicht in ihrem Leitpapier verankert hatte.
Der für die Mittelstraße avisierte kombinierte Geh- und Radweg, so hatte Horst Weide schnell erkennen können, soll auch im nächsten Jahr nicht ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Doch gerade entlang dieses Weges würde sich noch ein größeres kommunales Grundstück befinden, das für private Investoren durchaus von Interesse sein könnte. Weides Vorschlag deshalb: Die Fläche in drei Parzellen teilen - um zu Lauta-üblichen Grundstücksgrößen zu kommen - und für alle drei Areale schon einmal den Anschluss ans zentrale Abwassernetz realisieren. „Wir sollten hier Nägel mit Köpfen machen“ , so Weide. Die Grundstücke würden dadurch deutlich an Attraktivität gewinnen. Und der neue Geh- und Radweg - der vielleicht doch schneller als erwartet kommt - müsste nicht im Nachhinein wieder aufgeschnitten werden, um dann erst die Leitungen zu den Grundstücken zu verlegen.
Bürgermeister Hellfried Ruhland jedenfalls war für den Hinweis dankbar. „Wir werden es mit aufnehmen.“ (sh)