Denn sowohl Ingo Engemann als auch Jörg Jevlasch wollten im neuen Gemeinderat mitarbeiten. Und Hans-Jürgen Kracht dachte ebenso nicht daran, auf sein Mandat zu verzichten. Immerhin hatte er bei der Kommunalwahl im Juni 338 Stimmen kassiert und lag damit weit vor den anderen Warthaer Kandidaten.
Die Lösung: Eine Wahl musste her. So wurde der Papierkorb im Koblenzer Gemeindehaus kurzerhand zur Wahlurne umfunktioniert. Und die zwölf Gemeinderäte durften wählen, wer im Königswarthaer Rat dabei sein darf. Am Ende holten Hans-Jürgen Kracht (elf) und Jörg Jevlasch (sechs) die meisten Stimmen. Ingo Engemann wurde mit vier Stimmen Dritter. Er fungiert wie Günter Noack und Alexander Fleischer als Nachrück-Kandidat. Die beiden hatten übrigens keinerlei Interesse angemeldet, im Königswarthaer Rat aktiv zu werden. Sie hätten sich nur zur Kommunalwahl gestellt, um die Auflösung der Knappensee-Gemeinde mit auf den Weg zu bringen, so die Ansage der beiden Räte.
Gänzlich schmerzlos und ohne Diskussionen ging die Kür der Koblenzer und Särchener Räte über die Bühne, die sich ab dem kommenden Jahr im Lohsaer Gemeinderat engagieren dürfen. Michael Schweinert hatte diejenigen vorgeschlagen, die bei der Kommunalwahl die meisten Stimmen erzielt hatten. Und das sind: Peter Gutknecht, Kerstin Robel, Rüdiger Kieschnick, Jens Kieschnick, Wolfgang Kraus und Hans Horschig. Die Sechs wurden ohne Gegenstimme vom Gemeinderat anerkannt. Nachrück-Kandidaten sind Tilo Seidel und Angelika Fischer.
Einfach dürfte ihre Arbeit in den kommenden Monaten nicht werden. Das machte Michael Schweinert schon am Mittwochabend deutlich. „In Lohsa und Königswartha hat der liebe Gott keinem versprochen, dass es leicht werden würde“ , warnte der Beauftragte für die Bürgermeister-Geschäfte vor. (ck)