Vier Distanzen - vom Kindererlebnislauf über die Distanzen von drei und 13 Kilometern bis hin zum Halbmarathon - hatten dabei nicht nur die Volkssportler bei nahezu idealem Laufwetter an die Strecke gelockt, die vom Knappenroder Bergbaumuseum am Knappensee entlang führte. Im Vorfeld hatte das rührige Organisationsteam um Manfred Grüneberg ein enormes Pensum absolvieren müssen; am Veranstaltungstag selbst trugen insgesamt 150 Helferinnen und Helfer - ob als Streckenposten, an den Verpflegungsstände oder im Kampfgericht - zum reibungslosen Gelingen der Generalprobe für den ersten Hoyerswerdaer DAK-Marathon im September bei.
Vor dem scharfen Start durch Sportbürgermeister Thomas Delling absolvierten die jüngsten Teilnehmer den Bergbaumuseums-Erlebnislauf über einen Kilometer. Insgesamt 22 Kinder beteiligten sich daran und hatten neben Kinderrutsche unter anderem auch den Bergmannsstollen zu absolvieren. Doch das stellte sich für den jungen Läufernachwuchs als ein eher geringes Problem heraus.
Einen Zahn schneller ging es dann beim Start des Hauptfeldes über den drei Kilometer- Volkslauf, den 13 Kilometer langen Hauptlauf der Frauen und die Halbmarathondistanz zu. In der bunten Läuferschar waren hier viele bekannte Gesichter der Laufszene der Region zu erkennen.
Natürlich ging es bei den verschiedenen Streckenlängen um verschiedene Wertungen. Neben dem Auftakt im Vattenfall-Trio Cup wurde das Halbmarathonrennen als Lauf für den Niederlausitz-Cup gewertet. Großkoschen am 18. Juni und Lohsa am 4. September komplettieren dabei die Serie.
Ein tolles Rennen lieferte Ralf Harzbecker ab, der seinen Vorjahreserfolg im Halbmarathon mit einem eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg wiederholen konnte. Dafür brauchte er mit 1:12:31 Stunden exakt 20 Sekunden weniger als im Vorjahr.
In der Damenkonkurrenz gab es dagegen in diesem Jahr eine neue Siegerin. Die Cottbuserin Ingrid Koal trat mit einem beherzten Rennen die Nachfolge von Kathrin Tanzmann an, die in den Jahren 1999, 2000, 2001, 2002 und 2004 gesiegt hatte.
Wie breit die Teilnehmerpalette beim Knappenseelauf mittlerweile ist, zeigt ein Blick auf den jüngsten und den ältesten Läufer: Der dreijährige Arne Wiereck, Geburtsjahr 2002, erntete viel Beifall, als er nach 21 Minuten das Ziel der Drei-Kilometer-Strecke erreichte. Und Karl Heinz Noack zählt seit Mai dieses Jahres 77 Jahre. Bereits in der vergangenen Woche war der rüstige Läufer beim Europamarathon in Görlitz auf der Strecke gewesen und hatte der sengenden Hitze getrotzt. Auch beim Hoyerswerdaer DAK-Marathon im September will er natürlich dabei sein, obwohl eine Woche später der Berlin-Marathon auf dem Laufprogramm steht, wo Noack als Vorjahressieger in seiner Altersklasse eine gesetzte Größe ist. (gs)

Ergebnisse:
Ein-Kilometer-Erlebnislauf: 1. Sally Albert, 2. Max Kahle, 3. Christoph Kaupe
Drei-Kilometer-Volkslauf: 1. Markus Zielsch, 2. Phillipp Fischer, 3. Peter Zurischka
13-Kilometer-Lauf: 1. Ingrid Koal, 2. Birte Merbot, 3. Alexandra Skeries.
Halbmarathon: 1. Ralf Harzbecker, 2. Marco Winkler, 3. Christian Zschorlich

Zum Thema Stimmen
Manfred Grüneberg (Organisator): „Ein gelungenes Event, das uns hier in Hoyerswerda weiter beflügeln wird.“
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André Korch (Teilnehmer): „Respekt vor den Organisatoren. Alles hat wie am Schnürchen geklappt.“
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Christian Zschorlich (Teilnehmer): „Die Konkurrenz in diesem Jahr war sehr stark. Das war die richtige Einstimmung auf ein verheißungsvolles Wettkampfjahr.“
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René Dasler (Geschäftsführer des Stadtsportbundes Hoyerswerda): „Der Knappenseelauf hat eine tolle Tradition, die in diesem Jahr auf hohem sportlichen Niveau fortgesetzt wurde.“