| 02:40 Uhr

Generalplan für Koschendamm in Arbeit

Hoyerswerda. Der Zukunftsplan für den Koschendamm, die Landzunge zwischen dem Geierswalder und dem Partwitzer See, wird jetzt geschmiedet. Denn die Lausitzer Bergbausanierer haben das Terrain praktisch sicher verlassen. kw

Und der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen (LSS) hat das Steuerrad übernommen.

Die Möglichkeiten der Besiedlung sind nun auszuloten. Das bestätigt Heiko Nowak, der beim Seenland-Verband in Hoyerswerda für die Planungen der touristischen Basis-Infrastruktur arbeitet. Der Masterplan, den jetzt taufrisch beauftragte Experten im ersten Quartal des nächsten Jahres vorlegen sollen, soll vor allem auch den Weg für private Investitionen auf dem Koschendamm aufzeigen. Die beste Lage für den ersehnten Badestrand zu finden und exakt festzulegen, ist eine Aufgabe der Planer. "Bereiche, an denen Boote und Wassersportler anlanden können, sind gesucht", nennt Heiko Nowak beispielhaft öffentliche Interessen. Den verfügbaren Flächen - unabhängig von den Eigentumsverhältnissen - künftige Funktionen zuzuweisen und auch die Prämissen für den Bau von Gebäuden festzulegen, steht jetzt konkret an. "Wir kaufen als Seenland-Entwickler damit auch den Werkzeugkoffer für das Lenken von Investoren", erklärt Heiko Nowak. Der Freistaat Sachsen hilft mit einer Finanzspritze. Den baurechtlich weißen Fleck auf der Landkarte der Lausitzer Bergbaufolgelandschaft für neue Nutzungen reif zu machen, ist anspruchsvoll. Verlässliche Aussagen zum Umgang mit dem nach wie vor auch bergbaulich gesicherten Baugrund auf dem Koschendamm werden gebraucht. Und bereits vor vielen Jahren in aufwendigen bürokratischen Verfahren festgezurrte Ziele der Entwicklung nach dem Sanierungsbergbau kommen auf den Prüfstand. Im Abschlussbetriebsplan, auf dessen Grundlage die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltung (LMBV) den Koschendamm saniert hat, und in der verbindlichen Regionalplanung des Landes sind auf der Landzuge in bester Seenland-Lage auch neue ausgedehnte Waldflächen verankert. Mit anderen touristischen Nutzungen wird geliebäugelt. Für das erforderliche Zielabweichungsverfahren aber müssen erst gute und schlüssige Argumente her. Auch das ist eine Aufgabe der Planer. "Der Koschendamm ist ein Filetstück an der schiffbaren Seenkette. Wir wollen die erfolgreich begonnene Entwicklung am Geierswalder See rasch und konfliktarm fortsetzen", sagt Heiko Nowak.