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Gemeinsam gegen Mobbing und Diskriminierung

Nina Gbur (rechts), Geschäftsführerin des Netzwerk für Demokratie und Courage, überreicht die Aufnahmeurkunde an Schulleiterin Margit Hypko und Schülersprecher Niklas Hipler.
Nina Gbur (rechts), Geschäftsführerin des Netzwerk für Demokratie und Courage, überreicht die Aufnahmeurkunde an Schulleiterin Margit Hypko und Schülersprecher Niklas Hipler. FOTO: Mittelschule Lohsa
Lohsa. "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" – diesen Titel darf die Mittelschule Lohsa seit dem letzten Tag des vergangenen Schuljahres tragen. . ume1

"Das Projekt bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden", erläutert Geschäftsführerin Nina Gbur vom Netzwerk für Demokratie und Courage. Insgesamt gehören dem Netzwerk bislang etwa 1000 Schulen an, davon 48 im Freistaat Sachsen.

Allerdings handelt es sich bei dem verliehenen Titel größtenteils um Vorschusslorbeeren. Zwar mussten sich die Schüler in einer Unterschriftenliste mehrheitlich zu den Projektzielen bekennen - 75 Prozent taten dies laut Schulleiterin Margit Hypko auch (70 Prozent wären mindestens erforderlich gewesen). Doch die eigentliche Arbeit beginnt im kommenden Schuljahr: "So wollen wir unter anderem Projekttage zu dem Themenkreis Mobbing, Gewalt und Rassismus durchführen", wie die Schulleiterin erläutert. Die Idee sei "ein bisschen auch von mir in die Klassen hineingetragen worden", die Klassensprecher hätten gleich Bereitschaft zum Mitmachen signalisiert. Dabei gebe es, so Margit Hypko, an der Mittelschule Lohsa keineswegs überdurchschnittlich große Probleme, jedoch: "Manches, was für die Schüler Spaß ist, sehen wir Erwachsenen etwas ernsthafter." Mobbing komme "immer wieder einmal vor, oder dass sich Schüler mit einem bestimmten Handschlag begrüßen". Eine weitere Voraussetzung für die Bewerbung war die Unterstützung durch einen Paten - diese Funktion hat der CDU-Landtagsabgeordnete Frank Hirche aus Hoyerswerda übernommen.