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| 16:45 Uhr

Burgneudorf
Veraltete Technik bei Einsatz gegen Brand

Kohletrübe aus der Brikettfabrik ist zu DDR-Zeiten in Tagebaurestlöcher eingeleitet worden. In den Absetzbecken schwelen an diesen Hitzetagen unterirdische Feuer.
Kohletrübe aus der Brikettfabrik ist zu DDR-Zeiten in Tagebaurestlöcher eingeleitet worden. In den Absetzbecken schwelen an diesen Hitzetagen unterirdische Feuer. FOTO: Rocci Klein
Burgneudorf. Der Gemeindewehrleiter zieht das Resümee aus Brand im Kohlestaubbecken Von Anja Guhlan

Nach mehreren Tagen konnte der Einsatz beim unterirdischen Großbrand bei Spreewitz in der Gemeinde Spreetal beendet werden.  Gemeindewehrleiter Oliver Puls zog in der jüngsten Gemeinderatssitzung ein Resümee. „Nur mit der Hilfe aller Kameraden und dem Zusammenspiel von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk konnte der Einsatz erfolgreich beendet werden.“

Er spricht aber auch Probleme an. Vor allem wegen der veralteten Technik. Er fordert von der Gemeindeverwaltung vor allem die Anschaffung neuer Tragkraftspritzen. Ältere und vorhandene Spritzen seien  während des Einsatzes teilweise ausgefallen. Des Weiteren wären künftig eine Wärmebildkamera für unterirdische Brände und ein Hub-Wagen notwendig, sagte Puls.

Zu der Brandursache kann bis jetzt nur spekuliert werden. Auf der Fläche, die im Privatbesitz der insolventen Sustec-Gruppe ist, wurde zuvor wohl eine Baumanpflanzung vorgenommen.  Durch die Anpflanzung sei wahrscheinlich die Kohleschicht hochgeholt worden, die sich dann selbst entzündet hat.

Nun sei nach Aussage der Gemeindeverwaltung Spreetal der Besitzer in der Pflicht, dafür Sorge zu tragen, dass kein erneuter Brand entfacht. Die Kosten für die Bekämpfung des Brandes belaufen sich derzeit auf rund 31 000 Euro. Erst einmal wird die Gemeinde Spreetal diese Kosten als Vorkasse tragen müssen.