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| 16:27 Uhr

Feuerwehr
Grünes Licht für neues Feuerwehrfahrzeug

Der einstige Ortswehrleiter Michael Kranick (links im Bild) sowie der derzeitige Ortswehrleiter Daniel Nowotnick stehen vor dem alten Einsatzlöschfahrzeug, das bereits mehr als 25 Jahre auf dem Buckel hat.  Beide Kameraden sind froh, dass bald ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug im Gerätehaus in Burg stehen darf.
Der einstige Ortswehrleiter Michael Kranick (links im Bild) sowie der derzeitige Ortswehrleiter Daniel Nowotnick stehen vor dem alten Einsatzlöschfahrzeug, das bereits mehr als 25 Jahre auf dem Buckel hat. Beide Kameraden sind froh, dass bald ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug im Gerätehaus in Burg stehen darf. FOTO: Anja Guhlan
Burgneudorf/Burg. Der Gemeinderat Spreetal beschließt für die Feuerwehr in Burg ein Ersatzfahrzeug anzuschaffen. Von Anja Guhlan

Das derzeitige Einsatzlöschfahrzeug der Ortsfeuerwehr Burg hat bereits Jahrzehnte und  230 000 Kilometerauf dem Buckel. Die Erstzulassung ist auf das Jahr 1993 datiert. „Bei einem Ausfall ist der Grundschutz in der Gemeinde Spreetal nicht mehr gewährleistet“, trägt Kämmerin Swantje Schneider-Trunsch im jüngsten Gemeinderat vor. Aus Sicht der Verwaltung sei die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges notwendig.

Bereits im  geltenden Brandschutzbedarfsplan  aus dem Jahr 2009 wurde diese Notwendigkeit ersichtlich. Damals wurde festgelegt, dass  Investitionen je nach der jeweiligen Haushaltslage zu tätigen sind. Nach der Anschaffung eines Hovercrafts, der Ersatzbeschaffung eines Fahrzeuges für die Feuerwehr Neustadt/Spree und der Sanierung des Gerätehauses in Burg war bereits für das Jahr 2013 ein neues Fahrzeug für den Standort Burg vorgesehen.

„Gestellte Fördermittelanträge konnten seitens des Landkreises Bautzen in den letzten Jahren jedoch leider nicht berücksichtigt werden, da dessen finanzielle Mittel nicht ausreichten, um den Bedarf aller abzudecken“, erläutert Schneider-Trunsch. Dadurch musste die Anschaffung in der klammen Gemeinde Spreetal immer wieder zurückgestellt werden.

Durch eine neue Prioritätenliste innerhalb des Landkreises, die nun auch Alter und Zustand des zu ersetzenden Fahrzeuges beurteilt, rutschte die Gemeinde Spreetal auf den zweiten Platz dieser Prioritätenliste und somit in eine Festbetragsförderung. Sie erhält demnach 87 000 Euro vom Landkreis für das Ersatzfahrzeug. Ein entsprechender Bescheid  ging bereits im Mai bei der Gemeinde ein.

Angeschafft werden soll nun ein neues  Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W).  Es ist das kleinste genormte Löschfahrzeug und kann bis zu sechs Einsatzkräfte transportieren. „Damit wäre der Grundschutz in der Gemeinde wieder gewährleistet“, sagt Gemeindewehrleiter Oliver Puls. Die Gesamtausgaben für das neue belaufen sich voraussichtlich auf  160 000 Euro. Wie Spreetals Kämmerin betont, sind die benötigten Eigenmittel nur durch eine zusätzliche pauschale Zuweisung des Freistaates Sachsen möglich. Mit dem Gesetz über die Gewährleistung pauschaler Zuweisungen zur Stärkung des ländlichen Raumes im Freistaat erhält jede Kommune in den Jahren 2018 bis 2020  je 70 000 Euro, die sowohl investiv als auch zur Unterstützung der Verwaltungstätigkeit  verwendet werden dürfen. Die 70 000 Euro für 2018 sollen in das neue TSF-W zu stecken. Damit sind noch 3000 Euro offen.

Die Gemeinderäte stimmten bei drei Enthaltungen für dieses vorgehen. Ortswehrleiter Daniel Nowotnick ist froh über diesen Beschluss. „Wir haben schon lange sehnsüchtig auf dieses Fahrzeug gewartet. Jetzt sind die ersten Hürden genommen“, kommentiert er. Wann die Neuanschaffung in Betrieb gehen wird, ist noch nicht bekannt.