ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:36 Uhr

Geierswalde nimmt Neubürger auf

Familie Schubert wurde von Ortsvorsteher Roland Sängerlaub symbolisch in die Geierswalder Dorfgemeinschaft aufgenommen.
Familie Schubert wurde von Ortsvorsteher Roland Sängerlaub symbolisch in die Geierswalder Dorfgemeinschaft aufgenommen. FOTO: trt1
Geierswalde. Der Seenland-Ort Geierswalde ist um zehn Einwohner reicher. Während der Gartennacht sind zehn in jüngster Zeit Zugezogene in die Dorfgemeinschaft aufgenommen worden. Jetzt zählt Geierswalde genau 339 Einwohner, davon 170 männliche. Torsten Richter-Zippack

Seit August 2014 lebt Familie Schubert im Dorf. "Wir sind bereits mehrfach umgezogen. Jetzt haben wir einen alten Bauernhof gekauft und umgebaut und wollen definitiv nicht mehr weg", erzählt Mirko Schubert.

Gemeinsam mit Frau Doreen sowie den Töchtern Lea und Emma fühlt sich der 39-Jährige auf seinem Anwesen, das nur wenige hundert Meter vom Geierswalder See entfernt liegt, sichtlich wohl, wie er sagt. Mirko und Doreen Schubert sind in Senftenberg als Anwälte tätig. Warum sie nicht direkt in die Seestadt gezogen ist, erklärt Doreen Schubert so: "Wir sind Sachsen und wollten in Sachsen bleiben."

Ursprünglich stammt die 36-Jährige aus Oschatz, ihr Mann aus Leipzig. Als das Ehepaar vor drei Jahren erstmals Geierswalde besuchte, sei sofort klargewesen: Das ist es. Durch einen glücklichen Zufall sei den jungen Leuten ihr heutiges Grundstück vermittelt worden.

Ebenfalls in die Geierswalder Dorfgemeinschaft aufgenommen werden Claudia und Elias Teichmann. Die Laubuscherin hatte bereits über viele Jahre in Geierswalde gelebt. "Der Beruf verschlug mich dann nach München. Aber ich wollte meinen Sohn Elias immer in der alten Heimat aufwachsen lassen", begründet die 29-jährige Bäckereifachverkäuferin ihre Motivation. Inzwischen arbeite sie in Hoyerswerda. Neues Zuhause der Minifamilie sei der Vierseitenhof der Mutter im Herzen von Geierswalde.

Ganz so einfach würden Zugezogene allerdings nicht in die örtliche Gemeinschaft aufgenommen, stellt Ortsvorsteher Roland Sängerlaub indes klar. Sie müssten sich nämlich an mehrere Regeln halten. Dazu gehörten beispielsweise eine rege Beteiligung am Dorfleben, die Pflege einer harmonischen Nachbarschaft sowie das Achten der örtlichen Bräuche. Diese "Pflichten" habe die Interessengemeinschaft "Dörfliches Leben" diskutiert und aufgestellt.

Ach ja, gefeiert wurde während der Gartennacht natürlich auch; und zwar im Vorgarten des Bürgerhauses, der früheren Schule. Dort hat zum ersten Mal ein großes Festzelt eingeladen. Laut Roland Sängerlaub ist dieses nagelneu. Damit wären die Gartennächte auch in den kommenden Jahren gesichert, und zwar unabhängig von jeglichem Wind und Wetter.