Drei Vertreter der Schülerfirma des Lessing-Gymnasiums, Alexander Kloß vom Jugendstadtrat und einige jugendliche sowie ältere Bürger aus Hoyerswerda und Kamenz machten sich dazu mit Christian Thomas vom "Second Attempt" e.V. Gedanken.

Projekte entwickeln

Christian Thomas eröffnete die Veranstaltung mit im vergangenen Seminar erarbeiteten Fragen. Auf welchem Weg kann Jugend über Veranstaltungen in Hoyerswerda informiert werden und wie gelingt es, sie zum Mittun anzuregen? Damit Jugendliche eigene Projekte entwickeln und umsetzen, müsste ihnen die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung erleichtert werden, fand der Lessing-Gymnasiast Jakob Handrick. Er hält die Kommunikation mit den dortigen Verantwortlichen für verbesserungsbedürftig und will deshalb ihre Vertreter, allen voran Oberbürgermeister Stefan Skora, zum 1. Netzwerktreffen aller Akteure der Jugendkultur in Hoyerswerda einladen.

Es sollen natürlich auch Vertreter der Schulen, der Musikschulen, der Sportvereine, des Jugendclubhauses Ossi, der Stadtbibliothek sowie anderer für die Jugend tätiger Anbieter teilnehmen. Perspektivisch wünscht sich Jakob Handrick eine Einbindung regionaler Firmen in das Netzwerk für Jugendkultur und an einem Tag im Jahr eine gemeinsame Präsentation aller in der Stadt vorhandenen Angebote. "Oft wissen wir gar nicht, was Anbieter organisieren", ergänzte er und sprach die nicht gut funktionierende Kommunikation mit der Zielgruppe an. Lessing-Gymnasiastin Lina Baars erläuterte, dass sie mit der Veranstaltung die "Nullbock-Einstellung der Jugendlichen gegenüber Hoyerswerda" ändern will und auch die Jugend aus der Region eine Informationsmöglichkeit bekommt.

Alexander Kloß vom Jugendstadtrat schlug vor, eine Plattform zu schaffen, auf der möglichst alle Hoyerswerdaer Angebote und Veranstaltungen für die Jugend aufgelistet sein sollen. Eine sinnvolle Koordination der Termine im Vorfeld hielt der junge Mann ebenfalls für wichtig.

Er bekam von Ralf Kiefel, einem älteren Veranstaltungsbesucher, den Hinweis, die Struktur des Jugendstadtrates zu überdenken.

Gewähltes Gremium

In das Gremium könnten vielleicht, um seine Arbeitsfähigkeit zu verbessern, Personen vom 14. bis zum 30. Lebensjahr gewählt werden. So werde es möglich, Mittzwanziger für eine Mitarbeit zu interessieren und eine Wissensübertragung an jüngere Jugendstadträte würde entstehen, erklärte Ralf Kiefel.

1. Netzwerktreffen am 3. März um 18 Uhr im Bürgerzentrum Braugasse 1. Dort wird die Schaffung einer Plattform besprochen, die Akteure der Jugendkultur mit ihrer Zielgruppe verbinden soll. Auch die Absprache, wie eine Präsentation aller Jugendangebote in Hoyerswerda aussehen könnte, steht auf der Agenda der jungen Macher. Christian Thomas wird die Veranstaltung moderieren.