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| 21:41 Uhr

750 Jahre Hoyerswerda
Gefilmte Stadtgeschichte auf der Kinoleinwand

Noch niemals war die Dokumentation „Der Elefant von Hoyerswerda“ (1959) in der Stadt zu sehen. Das Filmmaterial über den Alltag auf der Großbaustelle Hoyerswerda wurde erst 2014 im Archiv der Filmuniversität Potsdam-Babelsberg wiederentdeckt. Am Sonnabend ist es ein Höhepunkt der Kinowoche.
Noch niemals war die Dokumentation „Der Elefant von Hoyerswerda“ (1959) in der Stadt zu sehen. Das Filmmaterial über den Alltag auf der Großbaustelle Hoyerswerda wurde erst 2014 im Archiv der Filmuniversität Potsdam-Babelsberg wiederentdeckt. Am Sonnabend ist es ein Höhepunkt der Kinowoche. FOTO: Kulturfabrik Hoyerswerda
Hoyerswerda. Zum Hoyerswerdaer 750 Jahre-Jubiläum gibt es im alten Centrum-Warenhaus eine Kinowoche mit alten DDR-Filmen.

Wenn Hoyerswerda ein Jubiläum feiert, darf ein Medium auf keinen Fall fehlen: das Kino. Denn der Aufbau der Stadt ab Mitte der 50er-Jahre in der damals noch jungen DDR war gleich mehrfach auch Thema für Filmemacher.

Ein paar besondere Streifen, die in Hoyerswerda teils noch niemals zu sehen waren, hat die Kulturfabrik als Blow up-Programmkino-Veranstalter nun zu einer kleinen Kinowoche an ungewöhnlichem Ort zusammengefasst. Im einstigen Centrum-Warenhaus sind im leerstehenden Obergeschoss seit gestern und noch bis zum Samstag jeden Abend solche vergessenen oder in der DDR verbotenen Filmproduktionen zu sehen.

Am heutigen Donnerstag flimmert zum Beispiel ab 19 Uhr die Musikdokumentation „flüstern & SCHREIEN - ein Rockreport“ aus dem Jahr 1988 über die Leinwand. Darin fängt Regisseur Dieter Schumann das neue Lebensgefühl der damals jungen Generation ein, die mit Hilfe der Rockmusik wie zum Beispiel von „Feeling B“ oder „Sandow“ ihre Aufruhr zum Ausdruck bringt.

Ein in der DDR verbotener Film ist der DEFA-Streifen „Karla“ (1965), der am Freitag um 19 Uhr gezeigt wird. Das Filmdrama beschreibt das schwierige Ringen einer jungen Lehrerin in der DDR nach Wahrheit.

Höhepunkt der kleinen Kinowoche ist jedoch am Sonnabend, 9. Juni, ab 19 Uhr eine gemeinsame Veranstaltung des Hoyerswerdaer Kunstvereins und der Kulturfabrik. An dem Abend lesen Angela Potowski und Helene Schmidt aus Erinnerungen und Tagebuchaufzeichnungen von Brigitte Reimann. Christian Völker-Kieschnick singt Lieder von Gerhard Gundermann. Im Anschluss wird es historisch: Der Film „Der Elefant von Hoyerswerda“ (1959) dokumentiert den Alltag auf der Großbaustelle Hoyerswerda. Das Filmmaterial wurde erst 2014 im Babelsberger Filmarchiv wiederentdeckt und so erlebt es seine Hoyerswerdaer Erstaufführung. Als zweiter Streifen läuft „...unter anderem Schwarze Pumpe“ (1955). Er schildert, wie mit dem riesigen Industriemoloch „einer der Riesen des zweiten Fünfjahrplanes“ entsteht.

Alle Veranstaltungen finden im einstigen Centrum-Warenhaus statt.