Die meisten der Befragten fordern einen härteren Umgang mit Sexualstarftätern.
Franziska Fritsche (18) aus Hoyerswerda vertritt eine radikale Meinung. Eigentlich sei sie gegen die Todesstrafe, doch bei Sexualstraftätern sei das anders. „Diese Leute hätten es verdient.“ Ihrer Meinung nach sei es nicht vertretbar, die Täter einzusperren - „Wir alle müssen das mitfinanzieren.“ Adressen zu veröffentlichen, findet die junge Frau ebenfalls nicht sinnvoll. „Adressen veröffentlichen, bringt nicht so viel. Straftaten können sie trotzdem begehen.“
Mireille Karaoglu (27) aus Hoyerswerda findet, dass das sinnvollste Mittel gegen Sexualstraftäter strengere Kontrollen und härtere Strafen wären. Noch etwas ist ihr wichtig: „Wenn sie so eine Straftat begangen haben und entlassen werden, müssen sie psychisch betreut werden.“ Doch auch ihr wäre ein härterer Umgang mit den Tätern recht. „Sie sollten im Vollzug schmoren, darüber nachdenken, was sie getan haben, denn die Kinder sind das ganze Leben lang bestraft.“ Die Mutter von drei Kindern will jetzt in Kindergarten und Schule einen Vortrag organisieren. Es muss mit den Kindern darüber gesprochen werden, ob sie wirklich immer „nein“ sagen oder vielleicht doch mitgehen würden.
Adressen der Täter zu veröffentlichen hält die 63-jährige Renate Sowa aus Hoyerswerda eine gute Idee. „Oft wohnen die Straftäter in der Nähe der Opfer. Früher hat man den Kindern einen Schlüssel mitgegeben und sie sind alleine nach Hause gegangen, heute muss man doch nur Angst haben als Elternteil. Eigentlich gehören Sexualstraftäter lebenslänglich hinter Gitter.“
Aniko Ferlisch (31) aus Hoyerswerda befürwortet die Idee des Innenministers. Praktiziert werde das in dieser Form bereits in den USA. „Die Straftäter werden in einer Tabelle im Internet veröffentlicht. Als Eltern würde man schon mehr auf diese Menschen achten, wenn sie in der unmittelbaren Nachbarschaft wohnen. Denn wenn die Straftäter aus dem Vollzug entlassen werden, sind sie oft nicht geheilt, sondern es besteht meistens eine Wiederholungsgefahr.“
Sexualstraftäter für immer einzusperren, findet Wolfgang Hübner (51) aus Hoyerswerda zu wenig. Diese Straftaten sind durch nichts zu rechtfertigen. Ich bin in diesem Fall für die Todesstrafe. Die Täter haben in unserem Staat oft mehr Rechte als die Opfer, die Politiker sollten die Gesetze ändern und nicht so viel drumherum reden, fordert der 51-Jährige.