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Gebäude werden Lauta zu teuer

Das Gemeinwesenzentrum soll in kommunaler Hand bleiben.
Das Gemeinwesenzentrum soll in kommunaler Hand bleiben. FOTO: A. Guhlan/ang1
Lauta. Die Stadt Lauta möchte sich von Immobilien trennen. Im jüngsten Stadtrat stellte die Stadtverwaltung die ersten Objekte vor, die dafür infrage kommen. Anja Guhlan / ang1

Die Stadt, die rund 80 Gebäude besitzt, muss entscheiden, wie mit ihnen künftig umgegangen wird. Das verdeutlichte Bürgermeister Frank Lehmann stets in der Vergangenheit. Denn die Stadt muss für sie jährlich "deutlich sechsstellige Beträge" zahlen. In nicht öffentlichen Sitzungen wurde mit den Räten und der Verwaltung die Erstellung des Gebäude- und Sportstättenkonzeptes, das einen Zeitraum bis 2025 betrachtet, diskutiert. Sicherlich sehr emotional. Die erste öffentliche Vorstellung des Konzeptes verlief hingehen sehr sachlich. Viele Empfehlungen der Verwaltung fanden die Zustimmung der Stadträte.

Auf der Verkaufsliste stehen das alte Kinderwochenheim an der Krankenhausstraße, das Jugendhaus am Lessingplatz, das Vereinsgebäude der Ziergeflügelhalter an der Schuhmannstraße, der ehemalige Speisesaal der Oberschule und ein alter Bungalow in der Einsteinstraße. So soll das Kinderwochenheim an einen Investor verkauft werden. Dieser will dort ein Hundezentrum entwickeln.

Ganz so konkret sieht es bei dem Jugendhaus in Lauta, in dem der Kultur- und Sportverein 69 Lauta und der Internationale Bund mit dem Jugendklub ansässig sind, noch nicht aus. Die Stadt empfiehlt bei diesem Objekt die Abgabe an einen Investor. Sollte dies nicht gelingen, soll über Rückbaumaßnahmen nachgedacht werden und die Fläche als Eigenheimstandort dienen. Mit den beiden Vereinen wird derzeit über neue Domizile verhandelt. Bisher gestalten sich die Gespräche laut Bürgermeister sehr konstruktiv. Auch bei dem ehemaligen Speisesaal der Oberschule wird ein Verkauf angestrebt. Interessenten gebe es bereits.

Für das Vereinsdomizil der Ziergeflügelhalter sieht es hingegen düster aus, denn hier empfiehlt die Stadt den Abriss des teils sehr maroden Gebäudes. An dieser Stelle könnte ein Eigenheimstandort entstehen. Die Stadtverwaltung will zunächst jedoch ein Gutachten erstellen lassen. Auch ein alter Bungalow an der Einsteinstraße soll unter den Abrisshammer kommen. Die Fläche soll dem Bolzplatz zugutekommen.

In kommunaler Hand sollen bleiben das Gemeinwesenzentrum und der Garagenpark in Lauta-Nord, das Vereins- und Funktionsgebäude an der Passauer Straße, das Funktionsgebäude an der Mittelstraße, der Bauhof, das Feuerwehrdepot und die Trauerhalle in Lauta-Dorf, die Grundschule "Hans Coppi", die Kita West sowie die Trauerhalle auf dem Friedhof Lauta. Vor allem das Gemeinwesenzentrum will die Stadt wieder beleben. So soll es als Ausweichquartier für Vereine dienen, die im Zuge der Umsetzung des Gebäude- und Sportstättenkonzeptes ihre Domizile verlieren werden.

In der Stadtratssitzung im Juni sollen die restlichen Gebäude und Sportstätten betrachtet und möglichst gleich über das gesamte Konzept entschieden werden.