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| 02:42 Uhr

Gebäude-Karussell in der Stadt Lauta dreht sich weiter

Lauta. Die Stadt möchte sich aus Kostengründen von weiteren ihrer 80 kommunalen Gebäude trennen. Das hat Bürgermeister Frank Lehmann beim jüngsten und zugleich 4.Vereinsstammtisch verkündet. ang1

Mit dem Entwurf für ein nachhaltiges Gebäude- und Sportstättenkonzept bis zum Jahr 2025, das die Stadtverwaltung erarbeitet hat, will der Stadtchef künftig Kosten auf mehrere Schultern verteilen, Synergieeffekte in der Zusammenarbeit schaffen und beidseitig Erträge einfahren. Das geht nur indem sich die Stadt von einigen Gebäuden trennt und andere Gebäude sinnvoller nutzt.

So stehen auf der Abschussliste nicht mehr nur das Jugendklubhaus am Lessingplatz, in dem derzeit der Internationale Bund und der Kultur-und Sportverein 69 Lauta untergebracht sind, sowie das Haus der Begegnungen in Torno. Auch das einstige Kinderwochenheim an der Krankenhausstraße in Lauta, in dem momentan das Deutsche Rote Kreuz und die Tafel ansässig sind, sowie das ehemalige Laubuscher Rathaus und der ehemalige Speisesaal der Oberschule Lauta stehen zum Verkauf.

Einige der Gebäude will Lauta an private Investoren veräußern. So wurde das ehemalige Kinderwochenheim jüngst lokal zum Verkauf ausgeschrieben. "Die erste Priorität liegt immer bei den Veräußerungen", betont Lehmann. Er sei sich bewusst, dass in der Entwurfsliste auch Vereinsgebäude genannt sind. Lösungen für die künftigen Domizile der Vereine müssen also her.

In dieser Hinsicht schwebt dem Bürgermeister schon eine Idee vor: Er könne es sich gut vorstellen, den Internationalen Bund mit dem Jugendclub, einige Sparten des KSV 69 sowie das DRK in der ehemaligen Nordschule unterzubringen. Der Bund für deutsche Schrift und Sprache ist dort schon ansässig.

Doch müssen Vereine außer den 100-Prozent Betriebskosten auch Miete für die Räume zahlen? Diese Sorge treibt den Vereinsvorsitzenden des KSV 69 Lauta, Norbert Renner, um. Bürgermeister Lehmann versichert ihm, dass "keinerlei Planungen vorsehen, eine Doppelbelastung für die Vereine auf den Weg zu bringen". Lehmann will den Entwurf des Gebäude- und Sportstättenkonzeptes im Mai in die Gremien bringen und bis zum Sommer einen Beschluss auf den Weg bringen.

Laut Lehmann muss die Stadt für alle derzeit 80 städtischen Gebäude und Sporthallen jährliche Zahlungen "von deutlich sechsstelligen Beträgen" berappen.