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| 15:02 Uhr

Gartenzaundrama in Lauta
Nachbarshund beißt Rentnerin in den Kopf

 Die 83-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht, wo sie medizinisch versorgt wird.
Die 83-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht, wo sie medizinisch versorgt wird. FOTO: Jörg Lantelme - stock.adobe.com / Jörg Lantelme / Fotolia
Lauta. In Lauta hat es am Montagabend einen dramatischen Unfall gegeben. Ein Hund biss eine 83-Jährige mehrfach in den Kopf. Wie konnte es dazu kommen? Von Bodo Baumert

Am Montagabend ist eine 83-jährige Frau in Torno bei Hoyerswerda von einem Hund angegriffen worden – und das in ihrem eigenen Garten. Wie die Polizei am Dienstag informiert, hat sich der Vorfall gegen 19.20 Uhr ereignet. Die Frau wurde dabei schwer verletzt.

„Die Dame beugte sich soeben über das Unkraut am Rande des Zauns ihres Grundstücks, als der Vierbeiner des Nachbarn auf sie zustürzte und sie mehrere Male in den Kopf biss“, berichtet Polizeisprecher Philipp Marko. Wie der Hund an die Nachbarin herankommen konnte und wie die Grundsicherung konkret aussah, dazu kann die Polizei noch keine Angaben machen. Auch die Umstände des Vorfalls sind noch unklar.

Die alarmierten Rettungskräfte brachten die 83-Jährige wenig später in ein Krankenhaus, wo sie derzeit noch versorgt wird. Zu ihrem Gesundheitszustand ist derzeit nichts bekannt.

Verantworten muss sich wegen des Vorfalls wahrscheinlich der Nachbar. „Der 47-jährige Eigentümer des Hundes steht im Verdacht, unabsichtlich für die Verletzungen seiner Nachbarin gesorgt zu haben, indem er nicht dafür Sorge trug, dass sein Hund niemanden verletzen würde“, sagt Polizeisprecher Marko. „Wir gehen zunächst von einem Versehen aus“, sagt Marko. Der genaue Hergang müsse aber nun abgeklärt werden. Die Kriminalpolizei hat jedenfalls ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Eine Pflicht, Hunde auf dem eigenen Grundstück anzulehnen, besteht laut Polizei nicht. Aber der Besitzer habe eine Sorgfaltsplicht und könnte – falls grobe Fahrlässigkeit – festgestellt wird, deswegen belangt werden.