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Ganz gemächlich nach Koblenz

Die ersten Gäste des Schleppertreffens 2017 sind da: Klaus Krause, Peter Werner und Helga Krause (v.l.). Sie sind aus dem Vogtland gekommen. Rechts sind die beiden Mitorganisatoren Frank Theka und Armin Theka, der Vorsitzende der Schlepperfreunde, aus Koblenz.
Die ersten Gäste des Schleppertreffens 2017 sind da: Klaus Krause, Peter Werner und Helga Krause (v.l.). Sie sind aus dem Vogtland gekommen. Rechts sind die beiden Mitorganisatoren Frank Theka und Armin Theka, der Vorsitzende der Schlepperfreunde, aus Koblenz. FOTO: Sascha Klein
Koblenz. Helga und Klaus Krause brauchen kein Tempo 200, keine Autobahn, keine vorbeifliegende Landschaft. Die beiden Traktor-Fans aus Bad Elster sitzen auf ihrer Brockenhexe, Baujahr 49, und genießen die Landschaft. Sascha Klein

Mit gemächlichem Tucker-Tucker und mit Tempo 18 sind sie aus dem Vogtland in die Lausitz gekommen. Zwei Tage haben sie für die knapp 270 Kilometer gebraucht. Der Wohnwagen hängt hinten dran, mit all den Annehmlichkeiten, die es im Wohnwagen so gibt. Ihr Ziel: das Schleppertreffen in Koblenz, das am späten Freitagnachmittag mit Löschangriff und Bieranstich beginnt.

"Schlechtes Wetter gibt es für uns nicht", sagt Klaus Krause, der den Traktor seit gut 20 Jahren hat. Seine Frau und er sind regelmäßig bei Traktortreffen - aber Koblenz sei bislang die weiteste Reise gewesen. Weshalb sie solch eine Strecke auf sich nehmen: "Das Fest in Koblenz ist das weit und breit beste", sagt Helga Krause. "Aber man muss natürlich auch schon ein wenig verrückt sein, um solch eine Strecke zu fahren", sagt Klaus Krause. Am Mittwochabend sind sie angekommen - als Erste auf der Koblenzer Festwiese. Bis Montagfrüh bleiben sie, dann geht es wieder zurück in die Heimat. Am Mittwoch werden sie wieder in Bad Elster sein.

Dass sich das Koblenzer Schleppertreffen so entwickelt hat, freut natürlich auch den Vereinschef der Schlepperfreunde, den Koblenzer Armin Theka. Das Gute ist: Das gesamte Dorf zieht mit. "Beim Aufbau des Zelts waren wir gut 40 Mann", sagt Theka. Wenn Schleppertreffen ist, ist der halbe Ort auf den Beinen.

Angefangen hatte alles mit rund 35 Treckern aus dem Ort und von den Nachbarn - das war 2004. Da hatten Armin und Frank Theka noch gar nicht vor, einen Verein zu gründen. Doch dann kamen von Jahr zu Jahr mehr Traktor-Fans an den Rand des Knappensees. "Dann mussten wir ja was machen", sagt Frank Theka pragmatisch. Seit 2008 gibt es den Verein Schlepperfreunde Koblenz - mit mehr als 30 Mitgliedern und rund 50 Fahrzeugen.

In diesem Jahr werden beim Schleppertreffen, das von Samstagmorgen bis Sonntagnachmittag geht, rund 280 Fahrzeuge erwartet. Diese werden nicht nur auf dem Gelände zu sehen sein - viele von ihnen sind auch bei der Ausfahrt dabei, die am Samstag durch Koblenz und Groß Särchen führt - immer schön ruhig mit Tempo 20.

Neben Schlepper-Wettkämpfen in mehreren Klassen gibt es auch das traditionelle Kartoffellesen. Die Koblenzer haben eigens für dieses Wochenende Kartoffeln angepflanzt. Das Lesen ist jährlich eine Gaudi. Für Kinder gibt es in diesem Jahr einen echten Mini-Bagger vor Ort und dazu Vorführungen des Hoyerswerdaer Hundesportvereins "Pfote drauf".

An den Wettkämpfen werden sich die Vogtländer Helga und Klaus Krause mit ihrer Brockenhexe und auch ihr Bekannter Peter Werner aus Marktneukirchen mit seinem Hürlimann nicht beteiligen: "Das geht mit Sicherheit extrem auf die Kupplung", sagt Klaus Krause. "Und wir haben dann ja noch den Weg nach Hause."

Zum Thema:
Das Schleppertreffen beginnt am Freitag um 18 Uhr mit Löschangriff und Fassbieranstich.Am Samstag (12. August) geht es um 9 Uhr mit dem Aufstellen der Traktoren los. Um 13 Uhr steht die Ausfahrt an. Wettkämpfe gibt es ab 16 Uhr. Am Sonntag (13. August) beginnen die Wettkämpfe um 10.30 Uhr.Komplettes Programm: www.schlepperfreunde-koblenz.de