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| 01:41 Uhr

Gala-Schau in brütender Hitze an der Krabatmühle

Gertrud WinzerFoto: Könen
Gertrud WinzerFoto: Könen FOTO: Könen
Am Wochenende gastierte das Sorbische Nationalensemble (SNE) mit einer Gala-Schau an der Krabatmühle und das wohl letztmals in der großen Besetzung. Die RUNDSCHAU sprach mit Gertrud Winzer, der Vorsitzenden des Vereines Krabatmühle-Schwarzkollm über den Auftritt am Samstag kurz vor der Vorstellung.



Wer ist denn auf die Idee gekommen, das SNE für Auftritte an der Krabatmühle zu engagieren?

Zum Konzept unseres Vereines gehört ja auch die Pflege des sorbischen Brauchtums. Das Ensemble gastiert hier schon zum dritten Male.

Und es soll bei uns zu einem festen Bestandteil werden. Wir hoffen, dass das SNE künftig immer in der ersten Juniwoche bei uns auftreten wird.

Was verspricht sich der Verein von dem Gastspiel des bekannten Ensembles?

Wir hoffen, damit den Menschen hier in der Region ein gutes Unterhaltungs-Angebot machen zu können. Der Auftritt des SNE gehört neben dem Frühlings- oder Erntedankfest zum festen Programm. Das sorbische Brauchtum gehört ja auch zur Krabat-Geschichte.

Wie würden Sie die Verbindung von Nationalensemble und Krabatmühle bezeichnen?

Das passt wunderbar zusammen. Heute war beispielsweise ein Brautpaar aus Torno hier, die haben sich vor der Mühle fotografieren lassen. Das zeigt doch, dass die Menschen sich verbunden fühlen mit der Mühle, mit dem was sie ausdrückt.

Würden Sie den Auftritt des SNE als Unterhaltung oder als Hochkultur bezeichnen?

Es ist natürlich Unterhaltung. Andererseits ist dieses Ensemble, das weltweit auftritt und einen sehr guten Namen hat, schon ein einmaliges Kulturangebot.

Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie heute?

Ich denke, es werden so zwischen 300 und 400 Besucher kommen. Wenn es mehr werden sollten, macht das auch nichts, wir sind darauf eingestellt. (Es wurden dann doch nur etwa 70 Besucher, Anm. des Autors.)

Auftritte an der Mühle sind Freiluftveranstaltungen. Was hätten Sie eigentlich getan, wenn es geregnet hätte?

Wir hätten einen Ersatztermin gemacht, in acht Tagen.

Das Gespräch führte

Rainer Könen